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vereinigte sich mit Karaiskakis. Seine Absicht war, das türkische Lager zu Kaidarizu überfallen. Hieran verhinderte ihn aber das ungestüme Betragen der griechi-schen Soldaten; die Türken wurden von der Ankunft der Griechen benachrichtigtund begannen den Angriff; bald entflohen die zügellosen griechischen Truppennach allen Seiten, und F. hatte genug zu thun, um nur ihren Rückzug zu schützen;dennoch griff er mit 80 französischen Philhellenen die türkische Artillerie an undzwang sie zum Rückzüge. Er wollte sogleich auf Athen marschiren, was aberKaraiskakis nicht zugab. Diefer blieb am folgenden Tage unthätig, und am zwei-ten Tage machten die vom Pafcha von Negroponte verstärkten Türken einen neuenAngriff auf das griechische Heer. Dieses focht anfangs sehr tapfer; aber bald warddie Flucht wieder allgemein, und F. mußte wieder den Rückzug decken. Hier-auf zog er sich von Neuem auf Methana zurück. Hier wurde ihm im December
1826 der Auftrag gegeben, einen Versuch zu wagen, die Griechen in der atheni-schen Akropolis mit Kriegsmunition zu versehen. An Transportwagen war hiernicht zu denken. F. nahm 40 Philhellenen und sein erstes, 400 Mann starkesBataillon mit sich; Jeder hatte 25 Pfund Pulver zu tragen. Sie landeten inder Nacht nahe am Piräus, durchbrachen die feindliche Linie und drangen bis aufdie Akropolis vor. Nun wollten die Griechen ihn aber nicht entlassen, sonderndrohten im Falle seines Rückzugs die Festung mit ihm zu verlassen, welche damalsder einzige feste Punkt war, den die Griechen noch behaupteten. Zweitausend Mannbefanden sich also auf jenem Felsen zusammengedrängt; Krankheiten und Hun-gersnoth singen bald ihre Verheerungen unter diesem Haufen an. Vergebens wollteder englische General Church, welchem die griechische Regierung unterdessen dasObercommando übergeben hatte, mit 12,000 Mann die Türken zwingen, dieBelagerung Athens aufzuheben; er wurde geschlagen und verlor 3000 Mann. DieAkropolis war nun ohne Hoffnung befreit zu werden, als eine östreichifche Briggin dem Piräus erschien, und der Major Cornero Unterhandlungen mit Neschid Pa-scha wegen der Übergabe der athenischen Festung anknüpfte. Da diese keinen gutenFortgang hatten, trat der französische Admiral Rigny, welcher kurze Zeit darauf,am Ende Mai 1827, auf der attischen Küste erschien, ins Mittel und bewirkte,daß sich die gesammte Besatzung mit ihren Waffen und Effecten zurückziehenkonnte. F. kehrte mit den Überbleibseln seines Heeres nach Methana zurück. Ob-gleich nun kurz darauf die Nationalversammlung zu Trözene die verdiente Aner-kennung seiner ausgezeichneten Dienste dadurch an den Tag legte, daß sie ihm, zu-gleich mit dem Obersten Heidegger, einen Naturalisationsbrief ertheilte, so suchtendoch die Anführer der, mit ihm in der Akropolis eingeschlossenen Truppen in einerförmlichen Anklageschrift, welche in der zu Hydra erscheinenden Zeitung: „Die grie-chische Biene", bekannt gemacht wurde, alle Schuld der Übergabe der Akropolis aufden Obersten F. zu wälzen. Es gelang ihm zwar, sich in einem Antwortschreiben,das der „Specwteur orienta!" später mittheilte, vor der provisorischen Regierungzu rechtfertigen, allein das Vertrauen, das man früher in ihn gesetzt hatte, konntedadurch nicht wiederhergestellt werden und wurde nur um so mehr erschüttert durchdie unglückliche Expedition nach der Insel Scio. Nachdem er schon im November
1827 die von Jussuf Pascha besetzte Citadelle dieser Insel förmlich eingeschlossen,und die Belagerung ohne Erfolg mehre Monate fortgesetzt hatte, sah er sich endlichdurch einige glückliche Ausfälle der Belagerten und die Landung des Paschas vonSmyrna (Hassan Pascha) genöthigt, sich im März 1828 mit großem Verlustenach den Mastixdörfern in dem südlichen Theile der Insel zurückzuziehen. Vonhier begab er sich mit den Trümmern seines Heeres über Syra, wo er sich demHohne und den Verwünschungen der hierher geflüchteten Scioten ausgesetzt sah,wieder nach dem griechischen Festlande. Ungeachtet ihm hier der Präsident Gerech-tigkeit widerfahren lassen mußte, und selbst Willens gewesen sein soll, ihm den