Draht im Innern des Thnrmcö hinabznleiten. ?lllein dießwar verschiedener örtlicher Umstände wegen nicht thunlich,und ließe man den Draht von außen am Thurme anbringen,so ist er Wind und Wetter bloß gegeben, und wird z. B.im Winter leicht so angereist und überfroren, daß die Kap-seln mit ihren Ringen nicht mehr an ihm hinabgleiten, son-dern irgend hängen bleiben.
Und so wurde beschlosten , von außen statt deS Drahteseine blcyernc Röhre vor die Wohnung dcö Meßnerö hinab-znleiten, die etwa zwei) Zoll inneren Durchmesser hat, undin die hölzerne Kugeln mit de» Zetteln, worauf die Anzei-gen stehen, geworfen werden. Die Kugeln haben so leichtals möglich zu scpn, und die Röhre muß hie und da gebo-gen werden, um den Fall der Kugel nicht zu gah werdenzu lassen. In der Thürmcrwohnung, vor dessen einem Fen-ster die Röhre nach oben ausmünden wird, wird dieselbe be-deckt sepn, um zufällige oder mnthwillige Verstopfungenderselben zu verhüten. In der Wohnung des Meßneröwird die Röhre in eine kleine Nische der Wand geleitet wer-den, die mit der gehörigen Unterlage zum Empfange derherabrollenden Kugeln versehen ist. Solcher Kugeln sindübrigens stets mehrere vorräthig zu halten, und die herab-geworfenen von den, den Thurm zur Ablösung der anderenbesteigenden, Wärtern wieder in die Thürmerwohnung zu-rückzubringen.
Die Röhre muß so am Thurme angebracht werden, daßunbeschadet der Festigkeit deö klebrigen einzelne Theile der-selben herausgehoben, und z. B. im Falle der Verstopfunggereinigt werben können.
Eine solche Röhre kommt nun frcplich bei) weitem höher,als jener Draht, ist aber auch bep weitem sicherer, und fürlängere Daner berechnet. Dieselbe befindet sich am St.StephanSthnrnie übrigens eben erst in der Ausführung.