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Das Toposcop auf dem St. Stephansthurme in Wien : ein Instrument, durch das die Thurmwärter in den Stand gesetzt werden, den Ort einer Feuersbrunst stets, bey Tag wie bey Nacht, mit gleicher Sicherheit anzusagen
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3. Beförderung der Anzeige.

Bisher hatten sich die Thurmwärter für Feuersbrnnstein derStadt oder den Vorstädten eines Sprachrohres bedient,mit dem sie auf den Mehner, der auf ein gegebenes Glocken-zeichen auf dem Platz am Fuße deS ThurmeS erschien, denbrennenden Ort herunterriefen. Für Feuer auf dem Landewar es bisher gebräuchlich, daß einer von den Thürmern denThurm herunter stieg, und dem Mehner den brennendenOrt anzeigte, von dem aus dann die weitere Botschaft andie Feueranstalten geht.

Wegen der Bestimmtheit, die seit der Aufstellung deSToposcopeS in den Anzeigen der Thurmer eintrat, ward nunauch eine zweckmäßigere Beförderung der Anzeigen wän-schenSwerth, als eS einerseits das unbequeme, und oft nurschwer verständliche Sprachrohr und andererseits das zeitrau-bende Hinabschicken waren.

Die einfachste Einrichtung dieser Art wäre wohl einDraht, der ohne alle Unterbrechung und frey von aller anihn sich schließenden Umgebung von den Thnrmern zumMehner herabfährte. In eine eiserne Kapsel, mit einemRinge an ihrem Deckel, etwa im Kleinen wie die Büchsengestaltet, in denen man daS Gefrorne zu bewahren pflegt,und den Deckel mit einigen Schraubengängen gut verschlos-sen, hätte ein Papicrchen mit darauf notirtem brennendenOrte gegeben, und das Ganze mittelst des RingeS an demDrahte hinabgeworfen werden können. Da es unten mitgroßer Schnelligkeit angekommen wäre, so hätte der Drahtöfters eine kleine Biegung machen, und am Ende desselbeneine Unterlage von Leder, Saud oder dergl. angebrachtwerden können, um den Stoß zu brechen. In der Thathätte diese Einrichtung wohl auch auf St. Stephan den Vor-zug vor allen anderen erhalten, wenn eS möglich wäre, den

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