Einleitung.
ilnser Auge schätzt bekanntlich Entfernungen nach denzwischen liegenden Gegenständen. In Fällen also, wo we-gen mangelnder Beleuchtung, wie bep Nacht, oder unge-wöhnlicher Verschiebung dieser zwischcnliegenden Gegen-stände, wie bey Wasserflächen oder dgl., dieser Anhalts-punkt fehlt, wird auch daS Urtheil über die Entfernung mei-stens unrichtig ausfallen. Dieß tritt bei) Fenersbrünsten, diedes Nachts ausbrechen, um so mehr ein, als daS Leuchtendes brennenden OrteS uns denselben an und für sich schonscheinbar näher rückt. In solchen Fällen befanden sich da-her die Wächter einer Stadt, denen die Anzeige von FenerS-brünsten oblag, stets in einer äußerst mißlichen Lage. Ge-hörte bey den ausgedehnten Aussichten, die sich diesen Leu-ten gewöhnlich darbieihen, schon dazu eine seltene Orts-kenntnis;, um bei) Tage die Lage jedes einzelne» Hausessogleich ans das Bestimmteste zu bezeichnen, so war ihnenfür die Nacht in der That fast jede verläßlichere Schä-tzung unmöglich, lind doch blieb von der anderen Seiteeine unfehlbare Anzeige sehr wünschenSiveith, da oft einan sich kleiner Fehler in derselben die herbepeilenden Lösch-anstaltcn bedeutend in die Irre führte, wie dieß z. B. bei)Flüssen, Ringmauern der Stadt u. dgl. so leicht geschieht.
Ein so allgemein gefühltes Bedürfnis; mußte natürlichbald das Bestreben erzeugen, demselben abzuhelfen. Es er-schienen denn auch wirklich in den letzten Jahren eine Menge