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Eitelkeit,
aus blutendem Herzen hervorsprießen und ein Nachtigallcnchor werden;-die Blumen, die um sein Leid wissen, schauen mitleidig den tief-traurigen Mann an, während die Nachtigallen ihre schönsten Weisenwürden ertönen lassen, wenn sie wüßten, wie sehr elend er sei;sein Gram geht der Vogelwelt also zu Herzen, daß die Drosselum den Grund seiner Thränen fragt; er endlich der „bleicheHeinrich", bei dessen Anblick schön Hedwig das bischen Verstandverliert, das sie in ihre Backsischjahre hinübergerettet. Er feiertsich Goethe-Jupiter gegenüber als,, der weinlanbnmkrünzte Dionysus";,mit Bezug auf den Alten von Weimar nennt er sich „den großenHeine Nr, II" und reiht sich Dank seiner Bescheidenheit als „göttlicherBipede" in das heranwachsende „Titanengeschlecht", vor dem der„schwache, abgelebte Gott" und „Aristokratenknecht" Goethe inFurcht und Schrecken gerate; zumal vor ihm, den er einst sehr kühlaufgenommen, ebenso wie sein „Buch der Lieder", über das er sogarsich mißfällig zu äußern wagte, was den Dichter zu den Wortendrängte: „Er kann doch nicht verhindern, daß sein großer Nameeinst oft zusammen genannt wird mit dem Namen Heinrich Heine",der sich wohl im Vers berühmen konnte, „bekannt" zu sein „imdeutschen Land" und unter den „besten Namen" mit aufgezählt zuwerden, aber desungeachtet und trotzdem er über eine Peitscheverfügte, „die von der Höhe der Apenninen bis an die Mündungder Elbe hinabreichte", seinerzeit in den Hamburger Buchhandlungennach „Heines Gedichten" Nachfrage hielt, um seiner Volkstümlich-keit ein wenig nachzuhelfen. In solchem Dünkel fordert er auchin „die Stadt Lucea" (VI, 127), falls er ihn noch nicht kennensollte, einen Adler auf, beim erstbesten Lorbeerbaum nach ihm zufragen. In ihm war der Neuzeit ein zweiter „Prometheus" er-standen, „dem nachts der preußische Adler au der Leber frißt".Börne that ihm darum gewiß nicht unrecht, als er ihn als „grenzen-los eitel" verschrie. In „Epilog" (III, 266) nennt Heine zwarin souveräner Weltverachtung „Erdenruhm—Narrentum", daß esihn aber gleichwohl nach solchem gar sehr gelüstete, er auch vonseiner Bedeutung und mithin auch von seinem Nachruhm voll-auf überzeugt war, ergibt sich aus dem Exkurs über sein Vater-haus („Reisebilder", V, 101): „Dieses Haus", schreibt er, „wirdeinst sehr merkwürdig sein, und der alten Frau, die es besitzt.