Heine als Dichter,
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schreckende Objektivität gegen des deutschen Dichters Lüsternheit"ebenfalls „keusch" findet.
Auf dramatischem Gebiete („Almansor", „Ratcliff") wollteHeine zwar mit Shakespeare und Lessing um die Palme ringen,doch blieb es bei diesen mißglückten Versuchen, obgleich er „Rat-eliff", „eine Apotheose des Elends und das Klagelied des Sozialis-mus in nueo" für sein bestes Werk ausgab, — wohl nur deshalb,weil er sich selbst zum St, Simonismus bekannte und von FritzMauthner als verwandt mit den Sozialisten bezeichnet wird. —Sein „Buch der Lieder" (1827) bedeutet seine bedeutendste lyrischeThal: ein reicher Strauß von Gedichten mit dem nie ausgesnngenenThema der Liebe, die freilich vielfach bei Epikur in die Schule ge-gangen und in ihrer Fülle nur zu leicht betäubend und übersättigendwirken. Dühring urteilt in „die Größen der modernen Literatur"(II, 282. 283) darüber, daß nur „einige wenige Pieyen , , , wirk-liche Deutsche in ihrer ersten Unerfahrenheit haben sozusagen an-muten können", weil es zu den Erzeinfältigkeiten gehöre, „sich vonBastarddichtern wie einem Heine, mit seinen romantistelnden Platt-füßen die Liebe lyrisch zurechtstutzen und sich darüber belehren zulassen, wie zu empfinden, zu fühlen und zu denken sei," Nichts-destoweniger wurden sie alsogleich mit einem Beifallssturm aufge-nommen, denn die Glut der Leidenschaft und die lyrische Grnnd-stimmung zündete und mußte es, da diese Liedchen gegenüber derverwässerten Tageslyrik und den gleichzeitigen Vertretern der No-mantik einen neuen Ton anschlugen, wiewohl der Dichter selbstnoch vielfach auf romantischem Boden steht. Die Anklänge anllhland, Brentano, Wilhelm Müller, Grabbe, E, Th. A, Hoff-mann und den Bürger'schen Gespensterspuck fielen zwar ans, aberman fühlte es denn doch sofort: ein ganzer Dichter war erstanden,Von beinahe epigrammatischer Kürze, neuartig durch ihr eigenartigesrhythmisches Kleid, waren diese Lieder gar wohl darnach angethan,die Gunst der Menge zu erhaschen, die von deren leidenschaftlichemFeuer ebenso hingerissen, als von Goethe's reaktionsbedürftigerKühle „bis an's Herz hinan" abgestoßen wurde. Freilich merkteman alsbald auch ihre allzugroße Familienähnlichkeit, was Heineselbst nicht verborgen blieb, da er 1823 an Jmmermann schreibt:„Ich will Ihnen gerne eingestehen den Hauptfehler meiner Poesie , , ,