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Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Düsseldorf und Elberfeld : mit Beifügung des veränderten Entwurfs des Status und anderer Actenstücke, so wie des Gutachtens des Civil-Ingenieuers Rob. Stephenson in London und mit einer Situations-Karte
Entstehung
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von Vohwinkel in das Wnpperthal mit einer Neigungvon 5g ans zwei englische Meilen substitnirt.

Er sagt jedoch selbst von dieser Aenderung:siemacht einige Mehrkosten nothwcndig, indem es Sie znrAnlegung eines Tunnels bei Vohwinkel von ohngefähr AMeilen (engl.) Länge nöthigt, und die Dammschüttungen imWupperthale beträchtlich vermehren wird, deren größteHohe etwa 52 Fuß betragen würde. Die aufsteigendenZüge würden, da sie gemeiniglich leichter sind, untergewöhnlichen Umständen ohne Nachhülfe aufwärts gehen;jedoch im Winter, bei schmierigem Wetter, würde wahr-scheinlich Nachhülfe (d. h. eine Hülfs-Lokomotiv) erfordert."

19. Das gegenseitige Interesse der Alinden-KölnerGesellschaft und der nnsrigen für einen Anschluß der pro-jektirtcn Eisenbahnen, wo möglich in der Stadt Elberfeld,war dem :c. R. Stephenso n ebenfalls bekannt gemachtworden; weshalb er sein Gutachten auch ans diesem Ge-sichtspunkte ausgesprochen hat, wenn er sagt: (pa°. XV.der Anlagen)Möchten Sie-sich aber mit diejer (Minden-Kölncr) Gesellschaft darüber einigen, die hohe Linie (amSchlachthanse) zu Elberfeld anzunehmen, so würde eS derTheil dieser Linie bis nach Vohwinkel sein, welchen ichempfehlen möchte, da dessen Gefälle nicht ungünstigsind." St. Es ist dieses diejenige Linie, welche vonVohwinkel oberhalb Sonnborn über die Wupper bis zumSchlachthanse geht; auf der Karte ist sie blau pnnktirt.

Ausgerüstet mit diesen Materialien und Gutachten,ging der Verwaltungsrath in seiner Verathung vom 15.April l. I. zu der Erwägung über, welche unter den ver-schiedenen Linien den verchrlichcn Aktionairs in der nächstenGeneral-Versammlung zur Annahme zu proponireu seinmöchte.

Bei dieser Verathung theilte der Vcrwaltungsrath zudem vorliegenden Zwecke die Bahnlinie in zwei Abschnitte:

V. Von Düsseldorf bis zu dem Gipfel bei Voh-winkel, wo ohnedies die meisten Projekte zusammenlaufen;

8. Von Vohwinkel bis Elberfeld.

In dem Abschnitte X. einigte man sich sehr balddarüber, die blaue Linie, so wie die g r ü n e Linie vonVohwinkel bis Gellenhauscn aufzugeben; weil R. S t e-ph c nson sich in seinem Gutachten (puA. XIII. und XIV.)gegen beide so entschieden ausgesprochen hat, und dieserAusspruch auch durch dasjenige, was oben unter den Be-denken S, 10, 11, 12 und 16 angeführt ist, näher mo-tivirt wird. Man gab daher in diesem Abschnitte derrvthcn Linie mit Rücksicht auf das Gutachten von R.Step Heu son pnA. XIII. den unbedingten Vorzug.Hinsichtlich der Dampfmaschinen-Ebene bei Erkrath, welchein diesem Abschnitte vorkommt, Hatte dasjenige, was obenunter den Bedenken 1 bis 7 angeführt ist, die diesfälligenBesorgnisse überwunden.

Der Vau dieser Linie von Düsseldorf bis Vohwinkelist zu -116,685 Thlr. veranschlagt; während der Van derblauen Linie bis dahin 560,633 Thlr. kosten würde.R. Stephens»» erklärt sich jedoch in seinem Schreibenso entschieden für den Ausbau der rot Heu Linie, daßer sagt:ich möchte hinzusetzen: daß ich die Linie n.(rothe Linie) selbst dann vorziehen würde, wenn sie so vielmehr, alS sie weniger kostspielig ist, als eine der andern."

In dem Abschnitte 8., von Vohwinkel bis Elberfeld,erschienen dem Vcrwaltungsrath die Rücksichten, welchefür den Anschluß mit der Minden - .Kölner Bahn in Elber-feld sprechen, für den Fall überwiegend, wenn die Düssel-dorf - Elberfclder Gesellschaft diesen Anschluß mit denselbenKosten erlangen könnte, welche der Ausbau der Lokalbahnvon Vohwinkel bis an Elberfeld kosten würde.

Für diesen Fall wurde demnach auf diesenStrecke die rothe Linie aufgegeben.

Auch wurde von der von R. Stephen son (pn^. XVI.)vorgeschlagenen Verflächnng dieser rothen Linie mit ^ ans2 engl. Meilen abgegangen, und zwar aus den oben, unterBedenken 17 angegebenen Rücksichten.

Es wurde demnach hier diejenige verbesserte blaueLinie von Vohwinkel bis Elberfeld angenommen, welcheR. Stephens»« eventuell empfohlen hatte; es ist die-jenige, welche im Bedenken lg erwähnt ist, und nach Be-denken 13 den Vortheil einer größer« Geschwindigkeit vonDüsseldorf nach Elberfeld gewährt.

Die Kosten der rothen Linie von Vohwinkel bis zurAlerandcrstraße, dem Mäucrchen gegenüber, betragen207,062 Thlr., die Kosten der gewählten Linie bis zumSchlachthanse dagegen nach einem Ilcbcrschlage 367,962Thlr:, also 160,900 Thlr. mehr. Nun geht die Prvpv-sition des Verwaltnngsrathcs dahin, daß die Uebernahmeder Mehrkosten der Minden-Kölner Gesellschaft angesonncnwerden möchte, dergestalt, daß alsdann die Bahnstreckezwischen Vohwinkel und dem Schlachthaus? eine nach Maß-gabe des Kosteneinschnsses gemeinschaftliche, werden würde.

lieber die Ausführung und zweckmäßige Benutzungdieser gemeinschaftlichen Bahnstrecke wäre dann zwischenbeiden Gesellschaften eine Vereinigung zu vermitteln; biszu deren Abschlüsse der Ausbau der Strecke von Voh-winkel nach Elberfeld noch auszusetzen bliebe.

Das Gelingen dieser Vereinbarung scheint nicht be-denklich, weil dadurch der Ausbau einer doppelten Bahnauf der kostspieligsten Vaustrccke vermieden wird, undfolglich der Vortheil für beide Gesellschaften gegenseitig ist.

Möchte aber die hier gewähltx Linie von Vohwinkelbis zum Schlachthanse von Seiten der Minden-KölnerGesellschaft nicht gewählt, oder möchte der beabsichtigteVergleich über den gemeinschaftlichen Bau und die Be-nutzung nicht zu Srande kommen, so behält sich der Ver-waltnngsratb vor, die Richtung und Ausmündnng derBahnstrecke von Vohwinkel nach Elberfeld der verehrlichenGeneral-Versammlung näher zu proponircn; welches aberden Ausbau der Linie von Düsseldorf nach Vohwinkelnicht aufhalten wird.

Die bedingungsweise proponirte Linie ist unter derBezeichnung: combinirte Linie, Seite 13 dieserDenkschrift beschrieben und in die Karte eingetragen.

II r u o Ic I e Ii I e r.

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