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Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Düsseldorf und Elberfeld : mit Beifügung des veränderten Entwurfs des Status und anderer Actenstücke, so wie des Gutachtens des Civil-Ingenieuers Rob. Stephenson in London und mit einer Situations-Karte
Entstehung
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Die Steigung aus der Rhcinebcne bis Vohwinkel von5^5 wird dadurch bis zu verstärkt. Von Vohwinkelbis zum Wupperthal dürfte dieselbe mit Gefälle auf870 Ruthen hänge und vom Wnpperübcrgange bis zumSchlachthause auf der Höhe, mit einem Gefälle vonauf 872 Ruthen Länge fortzuführen sein.

c>. Vovtheile und Nachthcile der blauen Linie.

Die Nachtheile der rothen Linie sind hier vermieden, diestehenden Dampfmaschinen fallen fort, und die unmittelbareVerbindung mit der Rhein-Weserbahn in Elberfeld wirddurch diese Linie vermittelt. Dagegen hat sie mehrereandere gewichtige Nachtheile.

Sie hat auf ^ ihrer Länge ungünstige Steigungenfür den Lokomotiv-Betrieb, nämlich 456 Ruthen mitund 4200 Ruthen mit Steigungen, auf welchenDampfwagen nur einen geringen Theil ihrer nützlichenLeistung zeigen können. Durch die angegebene Verbesserungfällt zwar die Steigung von fort, dagegen bleibtdas Hanpthinderniß, die Steigung von auf 4,200Ruthen und diese wird sogar durch die blaupunktirteLinie noch bis zu verstärkt. Ferner hat sie denNachtheil, daß ganz flache Gefälle mit den steilsten zusam-men liegen und beide mit ein und demselben Dampfwagenbefahren werden müssen, welches der Einrichtung desDampf-Entwickclnngs - Apparats zufolge, großen Dampf-Verlust zur Folge hat und sonst für den oekonomischenBetrieb der Bahn nachtheilig ist.

Die Herstellung ihres Planums wird außerordentlichkostbar, indem sie nicht mehr auf dem geebneten Plateau

von Hochdahl, sondern an den festigten, von tiefen Schluch-ten durchschnittenen Abhängen desselben liegt, welche künst-lich geebnet werden müssen, weil sie ferner die Thälerder Düffel und der Wupper in einer enormen Höhe zuüberschreiten hat und endlich zu ihrer Herstellung derBau von nicht weniger als 431 Ruthen Tunnels erforder-lich ist. Durch die blaupunktirte Modifikation der Liniewird zwar die Mehrzahl der Tunnels vermieden, dagegenwachsen die Durchstchüttnngen des Düffel - und Wupper-thals zu einer solchen Höhe an, daß die praktische Aus-führbarkeit derselben ohne den Vau kostbarer Viadukte, inZweifel gezogen werden muß.

Diese Linie ist nur an wenigen Punkten dem Zwi-schen-Verkehr bequem' zugänglich, weil sie mehrentheilsentweder über steile Ufer oder auf hohen Dämmen weg-geführt, oder aber unterirdisch und tief in das Terraineingeschnitten ist.

Der Endpunkt in Elberfeld am Schlachthause gestat-tet zwar die unmittelbare Verbindung mit der Rhein-Weser-Bahn, wie sie jetzt projektirt ist, er hat jedoch fürden Betrieb der Düsseldorfer Zweigbahn das Nachteiligedaß er etwa 46 Fuß über der Thalsohle liegt. DerHaupt-Verkehr dieser Bahn wird immer der mit Elber-feld bleiben und werden die Frachten jedenfalls dadurchvertheuert, daß die Güter aus Elberfeld diese Höhe hin-aufzuwinden, nach Elberfeld diese Höhe herabzulassen sind,wozu eigne Krahneu eingerichtet und Arbeiter gehaltenwerden, der Unbequemlichkeit nicht zu gedenken, daß auchdie Reisenden mit ihrem Gepäck diese Höhe hinauf undherab steigen müssen.

») Dritter

(T oINbini

Außer den vorstehend dargestellten Bauplänen ist eindritter zur Sprache gekommen, welcher aus Theilen derbeiden ersten besteht.

Die größten Schwierigkeiten für eine allmählige Ver-theilung der Gefälle macht der westliche Abhang des Ge-birges, die Abdachung nach der Rheinebene hin. Dieblaue Linie vermag, der kostbaren Erdarbeiten nnerachtet,dieselben nur mit dem höchst ungünstigen Gefälle vonauf 4,200 Ruthen zu überwinden ein Steigungs-Verhältniß, welches die ockonomische Benutzung der Dampf-kraft ungemein erschwert und die Schnelligkeit der Trans-porte behindert. Nimmt man nun an, daß an dieser Seiteder Dampfmaschinenberg der rothen Linie von ^ Steigenund 646 Ruthen Länge bei Hochdahl vorzuziehen sei,so bleibt doch die Möglichkeit, die zweite geneigte Ebenebei Vohwinkel, wenn auch mit einem größeren Kostenauf-wand? zu vermeiden, und hier mit vertheiltcm Gefälle

Bau - Plan.

tc Linie.)

zum Wnpperthale hinabzugehen. Durch diese Maaßregel,würde das zweimalige Anhalten der Wagenzüge in derGegend von Vohwinkel und Sonnborn erspart und eineunmittelbare Verbindung mit der Rheinweser-Bahn inElberfeld hergestellt werden können. Der Lauf dieserBahn würde der bereits beschriebenen rothen Linie vonDüsseldorf bis Vohwinkel folgen und von hier die Richtungder blau pnnktirten Linie bis zum Schlachthause einschlagen,d. h. von Vohwinkel bis zum Wnpperübergange oberhalbSonnborn mit auf 870 Ruthen hinabsteigen und bisElberfeld mit auf 872 Ruthen fortlaufen.

Obgleich die schwierigen Erdarbeiten an den Gehän-gen des Wuppcrthals und die bedeutende Höhe, in welcherdas letztere überschritten werden muß, den Ausbau dieser Linieviel kostbarer machen, als der rothen Linie, so erscheintsie doch als die geeigneteste, wenn der Endpunkt amSchlachthause in Elberfeld erreicht werden soll.