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Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Düsseldorf und Elberfeld : mit Beifügung des veränderten Entwurfs des Status und anderer Actenstücke, so wie des Gutachtens des Civil-Ingenieuers Rob. Stephenson in London und mit einer Situations-Karte
Entstehung
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von 410 Ruthen Länge und ^ Fallen durch eine stehendeMaschine ins Wuppcrthal bis Sonnborn hinabgelassen undauf der 1,200 Ruthen langen, steigenden Bahn bisnach Elberfeld gebracht, wo die Eisenbahn an der Alexan-derstraße, dem sogenannten Mäucrchen gegenüber, endigt.Die ganze Länge der Linie beträgt 3H Meilen. Die An-sicht des beigefügten Generalplans, worin diese Linie imGrundriß und im Profil roth bezeichnet ist, wird diese Be-schreibung verdeutlichen. Tunnels kommen auf dieserLinie nicht vor.

b. Vortheile dieser Linie.

Sic gestattet eine vcrhältnißmäßig nicht sehr kostspieligeHerstellung des Planums zur Eisenbahn. Die Rheincbene,in welcher das natürliche Gefälle des Bodens mit unbe-trächtlichen Aufdämmungen und Einschnitten zum Planumdienen kann, wird auf die größtmöglichste Länge benutzt,indem nicht sowohl die Ebene hier sehr breit ist, als viel-mehr diese Linie noch eine ziemliche Strecke in das ebeneund hier sehr weite Düsselthal hineingezogen ist. Auf derHöhe des Bergrückens zwischen Erkrath und Vohwinkelliegt die Linie auf einem Plateau in der Richtung derSattellinie desselben, von der Natur geebnet und miteiner starken Schicht-Erde bedeckt, welche wegen desgeringen Seiten-Gefälles dieser Ebene nicht in demMaaße von dem Felsen abgeschwemmt werden konnte, wievon den steileren Seitengehängen dieses Rückens. Es sinddaher Seitcnschluchten nur auf wenige» Stellen zu über-schreiten, wo sie noch in muldenförmiger Gestalt von ge-ringer Tiefe erscheinen. Die erforderlichen Einschnitte zurvölligen Ebenung des Planums werden hier in leicht zubearbeitender Erde ausgeführt, welche bei einer Linielängs der Gehänge dieses Rückens aus dem Felsen ge-brochen werden müßten. Die tiefsten, zur Ebenung desPlanums erforderlichen Einschnitte erreichen das festeGestein nur auf wenigen Punkten. Im Wuppcrthale istdie Linie nicht in den steilen Bergwänden eingeschnitten,sondern liegt auf der Sohle des Thales, nur eben hochgenug, damit die Eisenbahn von den höchsten Ucber-schwemmungen der Wupper nicht leidet und es kommendaher auch hier nur unerhebliche Felsenarbeitcn vor.

Ferner gestatten die Gefälle dieser Linie eine oekono-mische Anwendung der Lokomotivkraft und rasche Bewe-gung der Lokomotivzüge. Rechnet man die beiden geneig-ten Ebenen für stehende Maschinen ab, so sind die dreiübrigen Gefälle so flach und gleichförmig, daß sie demBetriebe mit Lokomotiven durchaus keine Unbequemlichkeitbieten. Die Krümmungen der Linie haben Radien vonZ,400 zu 2,000 Fuß, betragen aber mehrentheils über3,000 Fuß und können sämmtlich ohne übermäßige Mehr-

kosten noch verflächt werden. Durch die stehenden Ma-schinen getrennt, kann auf jeder der drei Ebenen einLokomotive den Dienst versehen, welche eine, dem constantcnGefälle der Ebenen angemessene Kraft und Dampf -Entwickclungs-Fähigkeit besitzt, um das Maximum ihrerLeistung entwickeln zu können. Zwar entsteht durch dasAnhalten am Ende jeder Strecke Verlust an nützlicherLeistung; die Geschwindigkeit muß schon vor dem Anhaltengemäßigt werden, es entsteht etwas Dampfverlust. Magman aber eine Linie wählen, welche man wolle dieserVerlust wird immer stattfinden. Bei der belebten Lokalitatzwischen Düsseldorf und Elberfeld, die sich in Folge derEisenbahnanlage bedeutend steigern wird, kann es mitwenigen Ausnahmen nur dem Interesse des Publikums,wie der Aktionaire angemessen sein, unterweges einigeMale anzuhalten, weil die Aktionaire die Einnahme aus demZwischenverkehr, und die Landbewohner die Eisenbahn werdenbenutzen wollen. Gerade in Beziehung auf den Zwischenver-kehr und ferneren Anbau der Gegend zwischen Elberfeld nndDüsseldorf hat diese Linie aber eine sehr günstige Lage;die Stellen, wo die geneigten Ebenen mit stehenden Ma-schinen liegen, sind die natürlichen Anhalts- oder Stations-Punkte.

Eine derselben liegt in dem schon ziemlich bewohntenDorfe Erkrath mit vortrefflichen Ländereicn, durch welcheder Düsselbach fließt, von mehreren Seiten durch guteGemeindewege zugänglich, so daß sich dieser Ort zu Eta-blissements aller Art eignet. Die andere liegt bei Voh-winkel und bei dem belebten Dorfe Sonnborn an einerStelle, wo die zusammentreffenden Kunststraßen von So-lingen, Werden und Mettmann die Ab- und Zufuhr be-sonders begünstigen, in dessen Nähe schon jetzt bedeutendeFabriketablissements sich befinden und wegen der nahenWupper sehr zunehmen werden, wenn ihnen das wohlfeilereund schnellere Verbindungsmittel der Eisenbahn zu Gebotesteht. Der Zwischenvcrkehr wird daher besonders dadurchbegünstigt, daß gerade die natürlichen Stationspunkte anden zugänglichsten Stellen liegen. Uebrigens führt dieseLinie in ihrer ganzen Länge durch die fruchtbarsten Grund-stücke der Umgegend. Sie liegt überall auf freier Ebeneund ist durch geringe Mittel auf jedem ihrer Punkte voll-kommen zugänglich zu machen. ,

Dem Reisenden bietet sich hier die schönste Scenerieder Gegend zwischen Düsseldorf und Elberfeld. DasDüsselthal von Knubbelsbrück bis Erkrath gehört zu denanmuthigsten Umgebungen Düsseldorfs. Die grandiosen Fels-parthien des Gesteins bei Erkrath sind bekannt und wer-den von Einheimischen und Fremden häufig besucht. Aufder Höhe bei Hochdahl überschaut man das weite Rhein-thal mit seinen Städten und Dörfern und der Blick