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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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233
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Deutschland. 233

Ich hob daS Gewand der Göttin auf,

Und legte an ihre HüstenDie Hand, gelobend VerschwiegenheitIn Reden nnd in Schriften.

Kapitel xxvi.

Die Wangen der Göttin glühten so rotIch glaube, in die KroneStieg ihr der Rum nnd sie sprach zu mirIn sehr wehmütigem Tone:

Ich werde alt. Geboren bin ichAm Tage Mm Hamburgs Begründung.Die Mutter war SchcllfischköniginHier an der Elbe Mündung.

Mein Vater war ein großer Monarch,Karvlus Magnus geheißen,

Er war noch mächt'ger und klüger sogar,Als Friedrich der Große von Preußen.

Der Stuhl ist zu Aachen, auf welchem erIlm Tage der Krönung ruhte;

Den Stuhl, ivorauf er saß in der Nacht,Den erbte die Mutter, die gute.

Die Mutter hinterließ ihn mir,Ein Möbel von schcinlosem Äußern,

Doch böte mir Rothschild all sein Geld,Ich würde ihn nicht veräußern.

Siehst du, dort in dem Winkel stehtEin alter Sessel, zerrissenDas Leder der Lehne, von MottenfraßZernagt das Polsterkissen.

Doch gehe hin und hebe aufDas Kissen von dem Sessel,

Du schaust eine runde Öffnung dann,Darunter einen Kessel

Das ist ein Zauberkessel, worinDie magischen Kräfte brauen,

Und steckst du in die Rundung den Kopf,So wirst du die Zukunft schauen