Abschied bon PnrtS.
Ade, Paris, du teure Stadt,
Wir müssen heute scheiden,
Ich lasse dich im ÜberflußVon Wonne und von Freuden.
Das deutsche Herz in meiner BrustIst plötzlich krank geworden,
Der einzige Arzt, der es heilen kann,Der wohnt daheim im Norden.
Er wird eS heilen in kurzer Frist,Man rühmt seine großen Kuren;
Doch ich gestehe, mich schaudert schonVor seinen derben Mixturen.
Ade, du heitres Franzoscnvolk,
Ihr meine lustigen Brüder,
Gar närrische Sehnsucht treibt mich fort,
Doch komm' ich in kurzem wieder.
Denkt euch, mit Schmerzen sehne ich michNach Torfgeruch, nach den liebenHeidschnucken der Lüncburger Heid',
Nach Sauerkraut und Rüben.
Ich sehne mich nach Tabaksqualm,
Hofräten und Nachtwächtern,
Nach Plattdeutsch, Schwarzbrot, Grobheit sogar,Nach blonden Predigerstöchtern.
Auch nach der Mutter sehne ich mich,
Ich will es offen gestehen,
Seit dreizehn Jahren Hab' ich nichtDie alte Frau gesehen.
Ade, mein Weib, mein schönes Weib,Du kannst meine Qual nicht fassen,
Ich drücke dich so fest an mein Herz,
Und muß dich doch verlassen.
Die lechzende Qual, sie treibt mich fortVon meinem süßesten Glücke —
Muß wieder atmen deutsche Luft,
Damit ich nicht ersticke.