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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
196
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Deutschland.

Du siehst mich an so stier und fest

Steh Rede: Was verhüllst duHier unter dem Mantel, das heimlich blinkt?Wer bist du und was nullst du?

Doch jener erwiderte trockenen Tons,

Sogar ein bißchen phlegmatisch:

Ich bitte dich, exorciere mich nichtUnd werde nur nicht emphatisch!

Ich bin kein Gespenst der Vergangenheit,Kein grabentstiegner Strohwisch,

Und von Rhetorik bin ich kein Freund,Bin auch nicht sehr philosophisch.

Ich bin nicht praktischer Natur,lind immer schweigsam und ruhig.

Doch wisse: was du ersonnen im Geist,Das führ' ich aus, daS thu' ich.

Und gchn auch Jahre drüber hin,Ich raste nicht, bis ich verwandleIn Wirklichkeit, was du gedacht;

Du denkst und ich, ich handle.

Du bist der Richter, der Büttel bin ich,Und mit dem Gehorsam des KnechtesBollstrcck' ich das Urteil, das du gefällt,Und sei es ein ungerechtes.

Dem Konsul trug man ein Beil voran,Zu Rom, in alten Tagen.

Auch du hast deinen Liktor, doch wirdDas Beil dir nachgetragen.

Ich bin dein Liktor, und ich geh'Beständig mit dem blankenRichterbeile hinter dir ich binDie That von deinem Gedanken."

Kapitel vii.

Ich ging nach Haus und schlief, als obDie Engel gewiegt mich hätten.

Man ruht in deutschen Betten so weich,Zumal wenn es Federbetten.