Deutschland. 1Üö
Kapitel vi.
Den Paganini begleitete stetSEin Spiritus Familiaris,
Manchmal als Hnnd, manchmal in GestaltDes seligen Georg Harrys.
Napoleon sah einen roten MannVor jedem wicht'gen Ereignis.
Sokraäes hatte seinen Dämon,
Das war kein Hirnerzengnis.
Ich selbst, wenn ich am Schreibtisch saßDes NachtS, Hab' ich gesehenZuweilen einen vermummten GastUnheimlich hinter mir stehen.
Unter dem Mantel hielt er etwasVerborgen, das seltsam blinkte,
Wenn es zum Vorschein kam, und ein Beil,Ein Richtbeil, zu sein mir dünkte.
Er schien von untersetzter Statur;
Die Augen wie zwei Sterne,
Er störte mich im Schreiben nie,
Blieb ruhig stchn in der Ferne.
Seit Jahren hatte ich nicht geschnDen sonderbaren Gesellen,
Da fand ich ihn plötzlich wieder hierIi? der stillen Mondnacht zu Köllen.
Ich schlenderte sinnend die Straßen entlang,
Da sah ich ihn hinter mir gehen,
Als ob er mein Schatten wäre, und standIch still, so blieb er stehen.
Blieb stehen, als wartete er auf wasUnd förderte ich die Schritte,
Dann folgte er wieder. So kamen wirBis auf des Domplatz Mitte.
Es war mir unleidlich, ich drehte mich umUnd sprach: Jetzt steh' mir Rede,
Was folgst du mir auf Weg und StegHier in der nächtlichen Ode?
Ich treffe dich immer in der Stund',
Wo Weltgcfiihle sprießenIn meiner Brust uud durch das HirnDie Geistesblitze schießen.
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