Deutschland.
„Ich mächte sie gerne micdersehn,
Dach furcht' ich die Persifflagc,
Nim wegen des verwünschten Lieds,
Nim wegen der Blamage.
„Der Alfred de Musset, der Gassenbnb',Der kvmmt an ihre SpitzeVielleicht als Tamlwnr, und trvmmelt mir vorAll' seine schnöden Witze."
So klagte der arme Vater Rhein,
Könnt' sich nicht zufrieden geben.
Ich sprach zn ihm manch tröstendes Wort,Um ihm das Herz zu heben:
O fürchte nicht, mein Vater Rhein,Den spöttelnden Scherz der Franzosen;
Sie sind die alten Franzosen nicht mehr,
Auch tragen sie andere Hosen.
Die Hosen sind rot und nicht mehr weiß,Sie haben auch andere Knöpfe,
Sie singen nicht mehr, sie springen nicht mehr,Sie senken nachdenklich die Kopfe.
Sie philosophieren und sprechen setztVon Kant, von Fichte und Hegel,
Sie rauchen Tabak, sie trinken Bier,Und manche schieben auch Kegel.
Sic lverden Philister ganz wie wir,Und treiben es endlich noch ärger;
Sie sind keine Boltairinner mehr,
Sie werden Hengstenberger.
Der Alfred de Müsset, das ist wahr,
Ist noch ein Gassenjunge;
Doch fürchte nichts, wir fesseln ihmDie schändliche «spötterznngc.
Und trommelt er dir einen schlechten Witz,So pfeifen wir ihm einen schlimmcrn,Wir Pfeifen ihm vor, was ihm passiertBei schönen Francnzimmern.
Gicb dich zufrieden, Vater Rhein,
Denk' nicht an schlechte Lieder,
Ein besseres Lied vernimmst du bald —Leb wohl, wir sehen uns wieder.