Deutschland.
Auch wenn es Krieg giebt, müßt ihr euchViel leichteres Kvpfzeug kaufen;Des Mittelalters schwerer HelmKiinnt' euch genieren im Laufen. — —
Zu Aachen auf dem Posthausschild, iSah ich den Vogel wieder,
Der mir so tief verhaßt! Boll GiftSchaute er auf mich nieder.
Du häßlicher Vogel, wirst du einstMir in die Hände fallen,
So rupfe ich dir die Federn ausUnd hacke dir ab die Krallen.
Du sollst mir dann in luft'gcr Höh'Auf einer Stange sitzen,
Und ich rufe zum lustigen Schießen herbeiDie rheinischen Vogelschiitzcu.
Wer mir den Vogel herunterschießt,Mit Zepter und Krone belehn' ichDen wackern Mann! Wir blasen TuschUnd rufen: „Es lebe der .König!"
Kapitel IV.
Zu Köllen kam ich spät abends an,
Da hörte ich rauschen den Rheinfluß,Da fächelte mich schon deutsche Luft,
Da fühlt' ich ihren Einfluß —
Auf meinen Appetit. Ich aßDort Eierkuchen mit Schinken,
Und da er sehr gesalzen war,
Mußt' ich auch Rheinwein trinken.
Der Rheinwein glänzt noch immer wie GoldIm grünen Römcrglase,
Und trinkst du etwelche Schoppen zu viel,So steigt er dir in die Nase.
In die Nase steigt ein Prickeln so süß,Man kann sich vor Wonne nicht lassen!Es trieb mich hinaus in die dämmernde Nacht,In die wiederhallenden Gassen.