Deutschland.
Noch immer das hölzern pedantische Volk,Noch immer ein rechter WinkelIn jeder Bewegung, und im GesichtDer eingefrorene Dünkel.
Sie stelzen noch immer so steif herum,So kerzcngrade geschniegelt,
Als hätten sie verschluckt den Stock,
Womit man sie einst geprügelt.
Ja, ganz verschwand die Fuchtel nie,Sie tragen sie jetzt im Innern;
Das trauliche Du wird immer nochAn das alte Er erinnern.
Der lange Schnurrbart ist eigentlich nurDes ZopstnmS neuere Phase:
Der Zopf, der ehmals hinten hing,
Der hängt jetzt unter der Nase.
Nicht übel gefiel mir das neue KostümDer Reiter, das muß ich loben,
Besonders die Pickelhaube, den HelmMit der stählernen Spitze nach oben.
Das ist so ritterlich und mahntAn der Vorzeit holde Romantik,
An die Burgfrau Johanna von Mvntfaucon,An den Freiherrn Fongns, Uhland, Tieck.
Das mahnt an das Mittelalter so schön,An Edelknechte und Knappen,
Die in dem Herzen getragen die Treu'Und auf dem Hinlern ein Wappen.
Das mahnt an Kreuzzug und Tnrnei,An Minne und frommes Dienen,
An die ungedrnckte Glaubenszeit,
Wo noch keine Zeitung erschienen.
Ja, ja, der Helm gefällt mir, er zeugtVom allerhöchsten Witze!
Ein königlicher Einfall war'S!
Es fehlt nicht die Pointe, die Spitze!
Nur fürcht' ich, wenn ein Gewitter entsteht,Zieht leicht so eine SpitzeHerab auf euer romantisches HauptDcS Himmels modernste Blitze!