Atta Troll,
„Um mir nun die rohe KrusteVon den Beineu abzulaufen,lind, wie Kölle, mir die feinernWeltmannssittcu anzuschleifen:
„Nahm ich Abschied bon der Heimat,Und auf meiner BildungsreiseKam ich nach den Pyrenäen,
Nach der Hütte der Uraka.
„Bracht' ihr ein EmpfehlungsschreibenVom Justiuus Kerner; dachteNicht daran, daß dieser FreundIn Verbindung steht mit Hexen,
„Freundlich nahm mich auf Urala,Doch es wuchs, zu meinem Schrecken,Diese Freundlichkeit, ausartendEndlich gar in Sinnenbrunst,
„Ja, es flackerte die UnzuchtScheußlich auf im welken BusenDieser lasterhaften Vettel,
Und sie wollte mich oerführen.
„Doch ich flehte: Ach, entschuld'genSie, Madame; bin kein frivolerGvetheaner, ich gehöreZu der Dichterschule Schwabens.
„Sittlichkeit ist unsrc Muse,
Und sie tragt vom dicksten LederUnterhosen — Ach! vergreifenSie sich nicht an meiner Tugend!
„Andre Dichter haben Geist,
Andre Phantasie, und andreLeidenschaft, jedoch die TugendHaben wir, die Schwabendichter.
„Das ist unser eiuz'geS Gut!
Rauben Sie mir nicht den sittlichReligiösen Bettelmantcl,
Welcher meine Blöße deckt!
„Also sprach ich, doch ironischLächelte das Weib, und lächelndNahm sie eine MistelgerteUnd berührt' damit mein Haupt.