Atta Troll,
ISS
Kapitel XIX.
Aber als der Schönheit KleeblattRagten in des Zuges MilienDrei Gestalten — Nie vergesst ichDiese holden Frauenbilder,
Leicht erkennbar war die eineAn dem Halbmond auf dem Haupte;Stolz, lvie eine reine Bildsttul',
Ritt einher die große Göttin.
Hochgeschürzte Tunika,
Brust und Hüfte halb bedeckend,Fackellicht und Mondschein spieltenLüstern um die weißen Glieder,
Auch daS Antlitz weiß wie Marmor,Und wie Marmor kalt. EntsetzlichWar die Starrheit und die BlässeDieser strengen edlen Züge,
Doch in ihren: schwarzen AugeLoderte ein grauenhaftesUnd unheimlich siißes Feuer,Seelenblendend und verzehrend.
Wie verändert ist Diana,
Die, im Übermut der Keuschheit,
Einst den Aktäon vcrhirschteUnd den Hunden preisgegeben!
Büßt sie jetzt für diese StundeIn galantester Gesellschaft?
Wie ein spukend armes WeltkindFährt sie nächtlich durch die Lüfte.
Spät zwar, aber desto stärkerIst erwacht in ihr die Wollust,
Und es brennt in ihren AugenWie ein wahrer Höllenbrand,
Die verlorne Zeit bereut sie,
Wo die Männer schöner waren,Und die Quantität ersetzt ihrJetzt vielleicht die Qualität.
Neben ihr ritt eine Schöne,
Deren Züge nicht so griechischStreng gemessen, doch sie strahltenVon des Kcltenstammcs Anmut,