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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
156
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. Hl

Atta Troll.

Dieses war die Fee Wunde,.

Die ich leicht erkennen konnteAn der Siiße ihres LächelnsUnd am herzlich tollen Lachen!

Ein Gesicht, gesund und rosig,Wie gemalt von Meister Grenze,

Mund in Herzform, stets geöffnet,Und entzückend weiße Zähne.

Trug ein flatternd blaues NachtkleidDas der Wind zu lüften suchte —Selbst in meinen besten TräumenSah ich nimmer solche Schultern!

Wenig fehlte und ich sprangAus dem Fenster, sie zu küssen!

Dieses war' mir schlecht bekommen,Denn den Hals hätt' ich gebrochen.

Ach! sie hätte nur gelacht,

Wenn ich unten in dem AbgrundBlutend fiel zu ihren Füßen -—Ach! ich keüne solches Lachen!

Und das dritte Frauenbild,Das dein Herz so tief bewegte,

War eS eine Tcnfelinnc,

Wie die andern zwo Gestalten?

Ob'S ein Teufel oder Engel,

Weiß ich nicht. Genau bei WeibernWeiß man niemals, wo der EngelAufhört und der Teufel anfängt.

Auf dem glutenkranken AntlitzLag des Morgenlandes Zauber,

Auch die Kleider'mahnten kostbarAn Scheherezadens Märchen.

Sanfte Lippen, wie Granaten,Ein gebognes LiliennttSchcn,

Und die Glieder schlank und kuhlig,Wie die Palme der Oase.

Lehnte hoch auf weißem Zelter,Dessen Goldzaum von zwei MohrenWard geleitet, die zu FußAn der Fürstin Seite trabten.