Während ich ins Thal hinabstieg,Scholl mir nach, verhallend lieblich,Immerfort, wie Vogelzwitschern:„Girvfflino, Girofflette!"
Kapitel xv.
Riesenhafte Felsenblöcke,
Mißgestaltet nnd verzerrt,
Schaun mich an gleich Ungetümen,Die versteinert, aus der Urzeit.
Seltsam! Graue Wolken schwebenDrüber hin, wie Doppelgänger;
Sind ein blödes KonterfeiJener wilden Steinfiguren.
In der Ferne ras't der Stnrzbach,Und der Wind heult in den Föhren!Ein Geräusch, das unerbittlichUnd fatal wie die Verzweiflung.
Schauerliche Einsamkeiten!
Schwarze Dohlenscharen sitzenAuf verwittert morschen Tannen,Flattern mit den lahmen Flügeln.
Neben mir geht der Laskaro,
Blaß und schweigsam, und ich selberMag wohl wie der Wahnsinn aussehn,Den der leid'ge Tod begleitet.
Eine häßlich wüste Gegend.
Liegt darauf ein Fluch? Ich glaubeBlut zu sehen an den WurzelnJenes Baums, der ganz verkrüppelt.
Er beschattet eine Hütte,Die verschämt sich in der ErdeHalb versteckt; wie furchtsam flehendSchaut dich an das arme Strohdach.
Die Bewohner dieser HütteSind Cagvten, ÜberbleibselEines Stamms, der tief im DunkelnSein zertretnes Dasein fristet.
10*