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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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146
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146 Atta Troll.

Lieben Freunde, — sprach ich — DeutschlandHeißt das Land, wo ich geboren;

Bären giebt es dort in Menge,

Und ich wurde Bärenjäger.

Manchem zog ich dort das FellÜber seine Bttrcnohren.

Wohl mitunter ward ich selberStark gezaust von Bärentatzen.

Doch mit schlechtgeleckten TölpelnTäglich mich herumzubalgenIn der teuren Heimat, dessenWard ich endlich überdrüssig.

Und ich bin hiehergekommcn,

Bessres Weidwcrk aufzusuchen;

Meine Kraft will ich versuchenAn dem großen Atta Troll.

Dieser ist ein edler Gegner,

Meiner würdig. Ach! in DeutschlandHab' ich manchen Kmnpf bestanden,

Wo ich mich des Sieges schämte.

Als ich Abschied nahm, da tanztenUm mich her die kleinen WesenEine Ronde, und sie sangen:

„Girofflinv, Girofflette!"

Keck und zierlich trat zuletztVor mir hin die allerjüngste,

Knixte zweimal, dreimal, viermal,

Und sie sang mit feiner Stimme:

„Wenn der König mir begegnet,

Mach' ich ihm zwei Reverenzen,

Und begegnet mir die Kön'gin,

Mach' ich Reverenzen drei.

„Aber kommt mir gar der TeufelIn den Weg mit seinen Hörnern,

Knix' ich zweimal, dreimal, viermal ^Girofflinv, Girofflette!"

„Girofflinv, Girofflette!"

Wiederholt' das Chor, und neckendWirbelte um meine BeineSich der Ringeltanz und Singsang.