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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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145
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Atta Troll. 145

Diese frischen, drallen DirnenSind fürwahr nicht geisterhafteKammerkatzen auS der Hölle,

Nicht die Zofen Prvserpincns!

Daß ich ganz mich überzeugeIhrer Oberweltlichkeit,

Und der eignen LebcnSfülleAuch thatsächlich mich versichre,

Drückt' ich hastig meine ListpenAns die roten Wangengrübchcn,

Und ich machte den Vernnnftschlnß:

Ja, ich küsse, also leb' ich!

Angelangt ans Ufer, küßt' ichNoch einmal die guten Mädchen;

Nur in dieser Münze ließenSie das Fährgeld sich bezahlen.

Kapitel xiv.

Ans dem sonn'gen Goldgrund lachenViolette Bergeshvhcn,

Und am Abhang klebt ein Dörfchen,Wie ein keckes Vogelnest.

AlS ich dort hinausklomm, fand ichDaß die Alten ausgeflogenUnd zurückgeblieben nurJunge Brut, die noch nicht flügge.

Hübsche Bübchen, kleine Mädchen,

Fast vermummt in scharlachrotenOder weißen wollncn Kapsten;

Spielten Brautfahrt auf dein Marktplatz.

Ließen sich im Spiel nicht stören,

Und ich sah, wie der verliebteMäuseprinz pathetisch knieteVor der Katzenkaiserstochter.

Armer Prinz! Er wird vermähltMit der Schönen. Mürrisch zankt sie,Und sie beißt ihn und sie frißt ihn;

Tote Maus, das Spiel ist ans.

Fast den ganzen Tag verweilt' ichBei den Kindern, und wir schwatztenSehr vertraut. Sie wollten wissen,

Wer ich sei, und was ich triebe?

Heine's Werke. II. Bd. Ist