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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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Zeitgedichte.

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24,

Zur Beruhigung.

Wir schlafen ganz wie Brutus schlief,

Doch jener erwachte und bohrte tiefIn Casars Brust das kalte Messer!

Die Rinner waren Tyrannenfresser.

Wir sind keine Römer, wir rauchen Tabak.

Ein jedes Volk hat seinen Geschmack,

Ein jedes Volk hat seine Größe!

In Schwaben kocht man die besten Klöße.

Wir sind Germanen, gemütlich und brav,

Wir schlafen gesunden Pflanzenschlaf,lind wenn wir erwachen, Pflegt uns zu dürsten,

Doch nicht nach dem Bluie unserer Fürsten.

Wir sind so treu wie Eichenholz,

Auch Lindenholz, dranf sind wir stolz!

Im Land der Eichen und der LindenWird niemals sich ein Brutus finden.

Und wenn auch ein Brutus unter uns war',Den Cäsar fand' er nimmermehr,

Vergeblich wiird' er den Cäsar suchen;

Wir haben gute Pfefferkuchen.

Wir haben sechsnnddrcißig Herrn,

(Ist nicht zu viel!) und einen SternTrägt jeder schützend auf seinem Herzen,

Und er braucht nicht zu fürchten die Iben des Märzen.

Wir nennen sie Väter, und VaterlandBenennen wir dasjenige Land,

Das erbeigentiimlich gehört den Fürsten;

Wir lieben auch Sauerkraut mit Würsten.

Wenn unser Vater spazieren geht,

Ziehn wir den Hut mit Pietät;

Deutschland, die fromme Kinderstube,

Ist keine römische Mördergrube.

2S.

Verkehrte Welt.

DaS ist ja die verkehrte Welt,Wir gehen ans den Köpfen!Die Jäger werden dutzendwcisErschossen von den Schnepfen.