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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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104
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Zeitgedichte.

Die Kälber braten jetzt den Koch,Ans Menschen reiten die Gäule;Für Lehrfreihcit und Rechte des LichtsKämpft die katholische Eule.

Der Hering wird ein Sanscülott',Die Wahrheit sagt uns Bcttine,

Und ein gestiefelter Kater bringtDen Sophokles auf die Bühne.

Ein Affe läßt ein PantheonErbauen für deutsche Helden.

Der Maßmann hat sich jüngst gekämmt,Wie deutsche Blätter melden.

Germanische Bären glauben nicht mehr,Und werden Atheisten;"

Jedoch die französischen Papagcin,

Die werden gute Christen.

Im uckermärkschcn MoniteurHat man's am tollsten getrieben:

Ein Toter hat dem Lebenden dortDie schnödeste Grabschrift geschrieben.

Laßt uns nicht schwimmen gegen den StromIhr Brüder! Es hilft uns wenig!

Laßt nnS besteigen den Templvwer BergUnd rufen:Es lebe der König!"

26.

Erleuchtung.

Michel! fallen dir die SchuppenVon den Augen? Merkst dn itzt,Daß man dir die besten SuppenVor dem Munde wegstibitzt?

Als Ersatz ward dir versprochenRcinverklärtc Himmclsfrend'

Droben, wo die Engel kochenOhne Fleisch die Seligkeit!

Michel! wird dein Glaube schwächerOder stärker dein Npp'tit?

Dn ergreifst den LebensbcchcrUnd du singst ein Heldenlied!