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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
101
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Zeltgedichte.

Maria, Himmelskönigin,

Du Fürstill smidcr Mängel!

Nus Heil'gen besteht dein Hofgesindlind deine Diener sind Engel.

Geflügelte Pagen warten dir auf,Sie flechten dir Blumen und BänderIns goldene Haar, sie tragen dir nachDie Schleppe deiner Gewänder.

Maria, reiner Morgenstern,

Du Lilie sonder Makel,

Du hast so manches Wunder gethan,So manches fromme Mirakel

O, laß aus deiner Gnaden BornAuch mir ein Tröpflein gleiten!

Gieb mir ein Zeichen deiner Huld,Der hochgebencdeiten!" >

Die Mutter Gottes bewegt sich alsbald,Sichtbar bewegt sich ihr Mündchcn,Sie schüttelt ungeduldig das HauptUnd spricht zu ihrem Kindchen:

Es ist ein Glück, daß ich auf dem ArmDich trage und nicht mehr im Bauche,Ein Glück, daß ich vor dem VersehnMich nicht mehr zu fürchten brauche.

Htttt' ich in meiner SchwangerschaftErblickt den häßlichen Thoren,

Ich hätte gewiß einen WcchselbalgStatt eines Gottes geboren."

22.

Kirch curat Prometheus.

Ritter Paulus, edler Räuber,Mit gerunzelt düstren StirnenSchaun die Götter auf dich nieder,Dich bedroht das höchste Zürnen.

Ob dem Raube, ob dem Diebstahl,Den du im Olymp begangenFürchte des Prometheus Schicksal,Wenn dich Jovis Häscher fangen!