Zeitgcdichte.
„Fern in meinen deutschen LandenHeden sich die Eichenwälder,lind im Stamm der höchsten EicheWächst der Holzstiel für die Streitaxt.
„Du, mein liebeS, treues Deutschland,Du wirst auch den Mann gebären,
Der die Schlange meiner QualenNiederschmettert mit der Streitaxt."
10.
Lrbcusfahrt.
Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukelnDie Sonnenlichter. Die Wellen schaukelnDen lustigen Kahn. Ich saß darinMit lieben Freunden und leichtem Sinn.
Der Kahn zerbrach in eitel Trümmer,Die Freunde waren schlechte Schwimmer,
Sie gingen unter, im Vaterland;
Mich warf der Sturm an den Seinestrnnd.
Ich Hab' ein neues Schiff bestiegen,
Mit neuen Genossen; es wogen und wiegenDie fremden Fluten mich hin und her —
Wie fern die Heimat! mein Herz wie schwer!
lind daS ist wieder ein Singen und Lachen —Es pfeift der Wind, die Planken krachen —Am Himmel erlischt der letzte Stern —
Wie schwer mein Herz! die Heimat wie fern!
11.
Das neue israelitische Hospital zu Hamburg.
Ein Hospital für arme, kranke Juden,Für Menschenkinder, welche dreifach elend,
Behaftet mit den bösen drei Gebresten,
Mit Armut, Körperschmerz und Judentume.
Das schlimmste von den dreien ist daS letzte,Das tausendjährige Familienübel,
Die aus dem Nilthal mitgeschleppte Plage,Der altägyptisch ungesunde Glauben.
Unheilbar tiefes Leid! Dagegen helfenNicht Dampfbad, Dusche, nicht die Apparate