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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
89
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Zeitgedichtc.

Wir haben lange getragen da? Leid,Gednldig wie deutsche Eichen,

Bis endlich die hohe ObrigkeitUns gab das Vefreiungszeichen,

Wie in der Kampfbahn der Anerochs,Erhaben wir nnserc Horner,

Entledigten nns des fränkischen JochsUnd sangen die Lieder von Körner.

Entsetzliche Verse! sie klangen ins OhrGar schauderhaft den Tyrannen!Der Kaiser nnd der Tnmbonrmajvr,Sie flohen erschrocken von dannen.

Sie ernteten beide den SiindenlvhnUnd nahmen ein schlechtes Ende.

Es fiel der Kaiser NapoleonDen Britten in die Hände.

Wohl auf der Insel Sankt-HelcnaSie marterten ihn gar schändlich;Am Magenkrebse starb er daNach langen Leiden endlich.

Der Tambvurmajvr, er ward entsetztGleichfalls von seiner Stelle.

Um nicht zu verhungern, dient er jetztAbZ Hausknecht in nnserm Hotcle.

Er heizt den Ofen, er fegt den Topf,Muß Holz und Wasser schleppen;Mit seinem wackelnd greisen KopfKeucht er herauf die Treppen.

Wenn mich der Fritz besucht, so kannEr nicht den Spaß sich versagen,Den drollig schlotternd langen MannZu ncrgeln nnd zu'Plagen.

Laß ab mit Spöttelei», o Fritz!ES ziemt Germanins SöhnenWohl nimmermehr, mit schlechtem WitzGefallene Größe zu höhnen.

Du solltest mit Pietät, mich deucht,Behandeln solche Leute;

Der Alte ist dein Vater vielleichtVon mütterlicher Seile.