Nene Gedichte.
Herr Bender steht vor der Lcichcnbahr',Und scnfzt ans Herzensgründe:
„Nun Hab' ich verloren mein schönes WeibUnd meine treuen Hunde/'
23.
Begegnung.
Wohl unter der Linde erklingt die Musik,Da tanzen die Burschen und Mädel,Da tanzen zwei, die niemand kennt,Sie schaun so schlank und edel.
Sie schweben auf, sie schweben abIn seltsam fremder Weise;
Sie lachen sich an, sie schütteln daS Haupt,Das Fräulein flüstert leise:
„Mein schöner Junker, ans Eurem HutSchwankt eine Nelkenlilie,
Die wächst nur tief im Meeresgrund —-Ihr stammt nicht anS AdamS Familie.
„Ihr seid der Wassermann, Ihr wolltVerlocken des Dorfes Schönen.
Ich Hab Euch erkannt beim ersten BlickAn Euren fischgrätigen Zähnen."
Sie schweben ans, sie schweben abIn seltsam fremder Weise,
Sie lachen sich an, sie schütteln das Haupt,Der Junker flüstert leise:
„Mein schönes Fräulein, sagt mir, warumSo eiskalt Eure Hand ist?
Sagt mir, warum so naß der SaumAn Eurem weißen Gewand ist?
„Ich Hab' Euch erkannt beim ersten BlickAn Eurem spöttischen Knixe —
Du bist kein irdisches Menschenkind,
Du bist mein Mnhmchen, die Nixe."