Neue Gedichte.
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Die scheuen Nixen, im Schleicrgewand,Entsteigen den Mceresticfe.
Sie nahen sich leise dem jungen Fant,Sie glaubten wahrhaftig, er schliefe.
Die eine betastet mit NenbegierDie Federn auf seinem Barette;
Die andre nestelt am BändeltenUnd an der Waffenkettc.
Die dritte lacht und ihr Auge blitzt;Sie zieht das Schwert ans der Scheide.Und ans dem blanken Schwert gestütztBeschaut sie den Ritter mit Frende.
Die vierte tänzelt Wahl hin und herUnd flüstert aus tiefem Gemüte:
„O, daß ich dach dein Liebchen war',Du holde Menschcnblüte!"
Die fünfte küßt des Ritters Händ',Mit Sehnsucht und Verlangen;
Die sechste zögert und küßt am End'Die Lippen und die Wangen.
Der Ritter ist klug, es fallt ihm nicht einDie Angen öffnen zu müssen;
Er läßt"sich rnhig im MondenscheinVon schonen Nixen küssen.
12.
Bcrtritnd de Born.
Ein edler Stolz in allen Zügen,Ans seiner Stirn Gedankcnspnr,
Er konnte jedes Herz besiegen,
Bcrtrand de Born, der Troubadour.
Es kirrten seine süßen TöneDie Löwin dcS Plantagencts;
Die Tochter auch, die beiden Söhne,
Er sang sie alle in sein Netz.
Wie er den Vater selbst bcthörte!In Thrllnen schmolz des Königs Zorn,Als er ihn lieblich reden hörte,Den Troubadour, Bcrtrand de Born.