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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
38
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Nene Gedichte.

Selten bei' ich drum erhör' mich,Lieber Gott! Hilf dieser Dirne,

Trockne ihre süßen ThronenUnd erleuchte ihr Gehirne!

2.

Überall, Ivo du auch wandelst,Schaust du mich zu allen Stunden,Und je mehr du mich mißhandelst,Treuer bleib' ich dir verbunden.

Denn mich fesselt holde BosheitWie mich Giite stets vertrieben;Willst du sicher meiner los sein,Mußt du dich in mich verlieben.

3.

Hol' der Teufel deine Mutter,Hol' der Teufel deinen Vater,Die so grausam mich verhindert,Dich zu schauen im Theater!

Denn sie saßen da und gaben,Brcitgeputzt, nur seltne Lücken,Dich im Hintergrund der Loge,Süßes Liebchen, zu erblicken.

Und sie saßen da und schautenZweier Liebenden Verderben,lind sie klatschen großen Beifall,Als sie beide sahen sterben.

4,

Geh nicht durch die böse Straße,Wo die schonen Augen wohnenAch! sie »vollen allzu gütigDich mit ihrem Blitz verschonen.

Grüßen allerliebst herunterAus dem hohen Fensterbogen,

Lächeln freundlich (Tod und Teufel!),Sind dir schwesterlich gewogen.

Doch du bist schon auf dem Wege,Und vergeblich ist dein Ringen;

Eine ganze Brust voll ElendWirst du mit nach Hause bringen.