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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
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29
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Neue Gedichte. 29

14.

Es ziehen die brausenden WellenWohl nach dem Strand;

Sie schwellen und zerschellenWohl auf dein Sand.

Sie kommen groß und kräftigOhl,' Unterlaß;

Sic werden endlich heftig

Was hilft uns das?

IS.

Es ragt ins Meer der Runenstein,Da sitz' ich mit meinen Träumen.Es pfeift der Wind, die Möwen schreit,,Die Wellen, die wandern und schäumen.

Ich habe geliebt manch schönes KindUnd manchen guten Gesellen

Wo sind sie hin? Es Pfeift der Wind,ES schäumen und wandern die Wellen.

IS.

Das Meer erstrahlt im Sonnenschein,Als ob es golden war'.

Ihr Bruder, wenn ich sterbe,

Versenkt mich in das Meer.

Hab' immer das Meer so lieb gehabt,Es hat mit sanfter FlutSo oft mein Herz gckiihlct;

Wir waren einander gut.

Angcliquc.

1.

Nun der Gott mir günstig nicket,Soll ich schweigen wie ein Stummer,Ich, der, als ich unbegliicket,

So viel sang von meinem Kummer.

Daß mir tausend arme JungenGar verzweifelt nachgedichtet,

Und das Leid, das ich besungen,

Noch viel Schlimmres angerichtet!