Neue Gedichte.
10.
Schattenküsse, Schattenliebe,Schattenleben, wunderbar!Glaubst dn, Närrin, alleS bliebeUnverändert, ewig wahr?
Was wir lieblich fest besessen,Schwindet hin, wie Trüumcrcin;Und die Herzen, die vergessen,Und die Augen schlafen ein.
11.
Das Fräulein stand am MeereUnd seufzte lang und bang,Es rührte sie sv sehreDer Sonnenuntergang.
Mein Fräulein, sein Sie munter,DaS ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter,
Und kehrt von hinten zurück.
12.
Mit schwarzen Segeln segelt mein SchiffWohl über das wilde Meer;
Dn weißt, wie sehr ich traurig bin,Und kränkst mich doch sv schwer.
Dein Herz ist treulos wie der WindUnd flattert hin und her;
Mit schwarzen Segeln segelt mein SchiffWohl über das wilde Meer.
13.
Wie schändlich du gehandelt,Ich Hab' es den Menschen verhehlet,Und bin Hinansgefahren aufs Meer,Und Hab' es den Fischen erzählet.
Ich lass' dir den guten RainenNur auf dem festen Lande;
Aber im ganzen OzeanWeiß man von deiner Schande.