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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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Neue Gedichte.

Und der Berg, wie träumend streckt erSeinen Schatteuarm hervor.

Dvch was rief dort? In mein HerzeDringt der Töne Wiederhat!.

War es der Geliebten Stimme,

Oder nur die Nachtigall?

38.

Erust ist der Frühling, seine TräumeSind traurig, jede Blume schautBou Schmerz bewegt, es bebt geheimeWehmut im Nachtigallenlaut.

O, lächle nicht, geliebte Schöne,So freundlich heiter, lächle nicht!O, weine lieber! eine ThräneKüss' ich so gern dir vom Gesicht.

39.

Schon wieder bin ich fortgerissenVom Herzen, das ich innig liebe,

Schon wieder bin ich fortgerissenO wüßtest du, wie gern ich bliebe!

Der Wagen rollt, es dröhnt die Brücke,Der Fluß darunter fließt so trübe;Ich scheide wieder von dem Glücke,Vom Herzen, das ich innig liebe.

Am Himmel jagen hin die Sterne,Als flöhen sie vor meinem SchmerzeLeb wohl, Geliebte! In der Ferne,Wo ich auch bin, blüht dir mein Herze.

40.

Die holden Wünsche blühen,Und welken wieder ab,lind blühen und welken wiederSo geht es bis ans Grab.

Das weiß ich, und das vertrübetMir alle Lieb" und Lust;

Mein Herz ist so klug und witzig,Und verblutet in meiner Brust.