Neue Gedichte.
41.
Wie ein Grcisenantlitz drobenIst der Himmel anzuschauen;Rot einäugig und umwobenVon dem Wolkcnhaar, dem grauen.
Blickt er auf die Erde nieder,Müssen welken Blum' und Blüte,Müssen welken Lieb' und LiederIn dem menschlichen Gemüte.
42.
Verdrossnen Sinn im kalten Herzen hegend,Reis' ich verdrießlich durch die kalte Welt.Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hältFeucht eingehüllt die abgestorbne Gegend.
Die Winde Pfeifen, hin und her bewegendDas rote Laub, das von den Bäumen fällt,Es seufzt der Wald, es dampft das kahle FeldNun kommt das Schlimmste noch, es regeut!
43.
Spätherbstnebel, kalte Träume,Ubcrfloren Berg und Thal,
Sturm entblättert schon die Bäume,Und sie schaun gespenstisch kahl.
Nur ein einz'ger, traurig schweigsamEinz'ger Baum steht unentlauöt,
Feucht von Wehmutsthräncn gleichsam,Schüttelt er sein grünes Haupt.
Ach, mein Herz gleicht dieser Wildnis,Und der Baum, den ich dort schau'Sommergrün, daS ist dein Bildnis,Vielgeliebte schöne Frau!
44.
Himmel grau und wochentäglich!Auch die Stadt ist noch dieselbe!Und noch immer blöd und klüglichSpiegelt sie sich in der Elbe.
Lange Nasen, noch langweiligWerden sie wie sonst geschnenzet,