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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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21
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Neue Gedichte. 21

Wenn mein Mund ob deiner SchönheitVon Metaphern überquellt.

Unter einem Wald von BlumenLiegt in still verborgner HutJenes glühende Geheimnis,

Jene tief geheime Glut.

Spriihn einmal vcrdächt'ge FunkenAns den Rosen sorge nie!

Diese Welt glaubt nicht an Flammen,

Und sie nimmt's für Poesie.

36.

Wie die Tage, macht der FrühlingAuch die Nächte mir erklingen;

AbZ ein grünes Echo kann erBis in meine Träume dringen.

Nur noch märchensüßer flötenDann die Vögel, durch die LüfteWeht es sanfter, sehnsuchtmildcrSteigen ans die Veilchendüfte.

Auch die Rosen blühen röter,

Eine kindlich giildne GlorieTragen sie, wie EngelköpfchenAns Gemälden der Historie

Und mir selbst ist dann, als würd' ichEine Nachtigall und sängeDiesen Rosen meine Liebe,

Träumend sing' ich Wunderklänge

Bis mich weckt das Licht der SonneOder auch das holde LärmenJener andren Nachtigallen,

Die vor meinem Fenster schwärmen.

37.

Sterne mit den goldnen FüßchenWandeln droben bang und sacht,Daß sie nicht die Erde wecken,

Die da schläft im Schoß der Nacht.

Horchend stchn die stummen Wälder,Jedes Blatt ein grnncS Ohr!