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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
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17
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Nc-ue Gedichte.

17

24.

Es haben unsre HerzenGeschlossen die hcil'gc Allianz;Sic lagen fest aneinander,

Und sie »erstanden sich ganz.

Ach, nur die junge Rose,

Die deine Brnst geschmückt,

Die arme Bundcsgenvssin,

Sie wurde fast zerdrückt.

25.

Sag' mir, wer einst die Uhren erfund,Die Zcitabteilung, Minuten und Stund'?Das war ein frierend trauriger Mann.Er saß in der Winternacht und sann,Und zählte der Mäuschen heimliches QuickenUnd des Holzwurms ebenmäßiges Picken.

Sag' mir, wer einst das Küssen erfnnd?Das war ein glühend glücklicher Mund;Er küßte und dachte nichts dabei.

Es war im schönen Monat Mai,Die Blumen sind ans der Erde gesprungen,Die Sonne lachte, die Vögel snngen.

Wie die Nelken duftig atmen!

Wie die Sterne, ein GewimmelGoldner Bienen, ängstlich schimmernAn dem veilchenblauen Himmel!

Aus dem Dunkel der KastanienGlänzt das Landhaus, weiß und lüstern,Und ich hör' die Glasthür klirrenUnd die liebe Stimme flüstern.

Holdes Zittern, süßes Beben,

Furchtsam zärtliches Umschlingen

Und die jungen Rosen lauschen,

Und die Nachtigallen singen.

27.

Hab' ich nicht dieselben TräumeSchon geträumt von diesem Glücke?

Hcinc's Werke. II. Bd. 2