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Tiefe gebornen und auferzogenen Arbeitern ringsum er-freuliches Leben ertheilr. Diese Leute sind um so eher imStunde, lebenslang in ihren unterirdischen Hallen zu ver-weilen, da sich hier in der Tiefe sogar ein See und Bachmit süßem Wasser findet. Die jahrliche Ausbeute diesesgrößten aller bekannten Salzwerke, wird auf siebenmal-hunderttausend Centner Steinsalz geschätzt, und mit In-begriff der zu zweimal hunderttausend Centnern veran-schlagten Ausbeute des benachbarten Werkes zu Bochniasoll die österreichische Regierung hieraus einen reinenjahrlichen Ertrag von zwei Millionen Gulden beziehen.Die Salzmasse selbst ist natürlich von verschiedener Güte;während die schlechteste Gattung in grünlicher Farbe mitThon gemischt erscheint, und Alles davon, was sich nichtentsprechend aussieden und reinigen läßt, nur als Dünge-salz u. s. w. verkauft wird, zeigt sich dagegen die reinsteaber auch seltenste Sorte in der Festigkeit eines wahren,weißen Krystalls, welches gar keiner weiteren Zubereitungvor seinem Verbrauche bedarf, und aus dem übrigens hieran Ort und Stelle manche sehr artige Kunstsachen ver-fertigt werden.
Nächst Wieliczka und Bochnia ist besonders Hall inTyrol, nicht weit von der Bergfeste Kuffstein, als ein aus-gezeichnetes Steinsalzwerk zu erwähnen. Die reiche Aus-beute desselben liefert ein sehr festes Product.
Doch, wir gehen jetzt zum Quellsalz über.
Dieses Salz pflegt man aus solchen Quellen zu ziehen,deren Wasser so viel Salzstoff in sich schließt, daß die Mühedes kunstgerechten Ausbringens wirklich belohnt wird. Mannennt dieses Wasser die Soole. Die Salzquellen selbstsind entweder natürliche, d. h., solche, die seit Men-