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2 (1842) (1842)
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Zu Florenz selbst soll es gegen die Mitte des vierzehntenJahrhunderls beinahe achtzig Wechslerhäuser gegeben haben.Nächstdem ließen es die reicheren Mitglieder des deutschenHansa-Bundes nirgends an Nachahmung dieser ita-lianischen Sitte fehlen; ja sie rivalisirten namentlich inden Niederlanden sehr bald mit den Lombarden bei Hand-habung des Geldwechsels. Die wichtigen Zwischen-Handels-Platze in Brabant und Flandern, die französischen Ver-mittelungs-Markte in der Champagne, für den Verkehrzwischen den Niederlanden, Italien und Süd-Frankreich,und die größeren Handelsplätze in England, boten ebensowohl den Deutschen, als den Jtaliänern ein sehr großesTerrain zu gewinnreichen Wechsler-Operationen dar; unddie Fugger und Welser in Augsburg waren verhältniß-mäßig in dieser Beziehung bei dem Handelsstande eben sogut accreditirt, als fcüherhin die Medici in Florenz. Na-mentlich aber wußten, aus den schon oben berührten Grün-den, die schlauen Kinder Abrahams sehr reiche Erndten aufdiesem Felde zu halten; denn wir finden überall beimmittelalterlichen Wechsler-Verkehr, so gut, wie beim aller-neuesten von 1842, die jüdischen Wechsler, die manvorzugsweise Campsoren nannte, im Vordertressen desso fein combinirten finanziellen Schachspiels*).

*) Hüllmann hat a. a. O., Th. I. S. 44V u. f. undTh. II. S- 43 u. ff. die Meinung aufgestellt, daß der im Mittel-alter zur Bezeichnung der Wechsler dienende Name: li»mz,»orosvon dem beim ApulejuS und Priscian vorkommenden Worte liam-I>ium, der Umsatz oder Umtausch, abzuleiten sey, und daß umgekehrtwieder die späterhin zur Bezeichnung der ausländischen Wechslerdienenden Namen: „die Kawertschiner, L»ver»ini, tlaursini, (i»or-»ini und Lsäurciui," nur verschiedenartige, durch die Deutschen