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Italien, Frankreich und der Schweiz erhalten. Sehr zr?bedauern ist es, daß die vortreffliche Seidenzwirn- odersogenannte Tramir-Mafchine, welche vor einigen fünfzigJahren von dem Kaufmann Mende zu Annaberg auf-gestellt worden war, und worauf täglich fünf bis sechsPfund Seide gezwirnt werden konnten, während gleichzeitigdie Vorarbeiten dazu einer Zahl von mehr als fünfzig.Menschen Unterhalt gaben, ehe die Seide auf die Maschinegebracht ward — doch, trotz eines auf fünfzehn Jahre er-haltenen königlichen Privilegiums sammt Prämien-Zahlung,nach ohngcfähr zwölfjähriger Thätigkeit in Stillstand gerietstDoch ist es vielleicht der nächsten Zukunft vorbehalten,wieder ein solches Meisterstück der Mechanik in Thätigkeitzu setzen; da die seidnen Spitzen jetzt wieder soviel Abgangfinden, und andrerseits der auf den Bobbinetmaschinen ausbaumwollnem Garn verfertigte einfache Spitzengrund vonder Mode fast ganz außer Cours gesetzt ist.
Die Breite der Zwirnspitzen gestaltet sich eben soverschieden, als ihre Zeichnung; in der Länge jedoch hältein Stück derselben in der Regel 10 Ellen. Der Preis-richtet sich ganz nach der Feinheit des Zwirns und derMühsamkeit des Musters; so daß man das Stück ebensowohl zu vierzig Thalern, als zu vier Groschen hat. Wieweit der weibliche Fleiß es hierin gebracht, kann man unterandern aus der Thalsache schließen, daß im Jahre 1«!0die Tagelöhners-Frau Christiane Stiehlerin zu Bärns-bach bei Schneeberg, drei Ellen Spitzen versertigte, fürwelche sie, der außerordentlichen Feinheit und Zierlichkeitwegen, neun Thaler Arbeitslohn erhielt.
Uebrigens ist leicht zu ermessen, daß diejenigen Spitzen-Klöpplerinnen sich verhältnismäßig am wohlsten befinden.