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der Beschaffenheit des Grundmatcrials, welches jetzt sehrverschieden zur Anwendung kommt. Ursprünglich verfertigteman die Spitzen nur aus weißem Zwirn; allein obschondieses Material auch jetzt noch als das zweckmäßigste de:trachtet werden muß, hat man doch spater nicht nur soge-nanntes weißes Nesselgarn, sondern auch schwarze und weißeSeide, so wie Gorl dazu verwendet, bei welchem letzternman zugleich Schmelz s kleine schwarz und weiß gefärbteauf Faden gereihete und besonders aus Venedig bezogeneGlasröhrchen) hinein zu arbeiten pflegte. Wahren» inneuester Zeit diese letztere Manier fast ganz wieder abge-kommen ist, machen gegenwärtig die schwarzsei dnenSpitzen, eigentlich eine sehr alte Mode, auf einmal wiederEpoche. Eine Zeit lang war es für die innere Güteder geklöppelten Spitzen sehr nachtheilig, daß die Wohlfcil-heit des in den B o b b i n e t - M an ufa cturen zu denfeinsten Sorten gelieferten baumwollnen Garnes sehrviele Spitzen-Herren verführte, fast lauter baumwollneSpitzen klöppeln zu lassen, die zwar schön aussahen, abergänzlich unhaltbar waren. Allein seitdem durch diehabsüchtige Speculationswulh, welche bei d.-m Bobbinet-Manufactur-Wesen um sich griff, dieser Gewerbszweig ganz,in Mißc cedit gerathen, haben sich die soliden Zwirn-spitzen schon wieder zu der früheren Anerkennung heraufgearbeitet. Ehemals ward der größte Theil des Zwirnshierzu aus Holland bezogen; allein jetzt liefern schon seitlängerer Zeit die sächsischen Zwirn-Fabriken zu Dreh-bach und zu Sehma bei Annaberg sehr brauchbare Sorten,selbst von der höchsten Feinheit; und sogar die zu denseidnen Spitzen nöthige Seide wird fast alle im Erzge-birge noch appart gezwirnt, nachdem man sie roh aus