288
welche dahin gelangt sind, daß sie sich das Grund-Materialan Zwirn, Seide u. s. w. selbst anschaffen können, unddann ihre Arbeit nach dem Stück zu verkaufen vermögen;während die übrigen, welche aus Mangel an Geld zumVerlag, für die Spitzenherren oder Verleger um's bloßeKlöppel-Lohn arbeiten müssen, einen sehr geringen Er-werb haben, und diesen sich oft noch selbst durch Vorschuß-Erbitten kürzen müssen, wenn sie nicht verhungern wollen.Freilich aber gehört der größte Theil der Spitzen-Arbeiterinnen,deren Gesammtzahl im Erzgebirge und Voigtlande wohlüber fünfundzwanzig Tausend beträgt, immer mehr in dieletztere, als in die erstere Klasse*).
*) Vergl. K. G. Rössig's Produkten-, Fabrik-, Manufactur-und Handels-Kunde von Chursachsen, Th. II-, Leipzig 1894. 8.,S. 298—ZW., A. Schümanns Staats-, Post- und ZeitungS-Lericon von Sachsen, Bd. I., Zwickau 1814. 8., S. 125—135 undF. G. Wieck'S Gesainmtgebiet des sächsischen Manufactur- undZabrikwesenS, Chemnitz 1849. 8., S. 332—339.