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2 (1842) (1842)
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Barbara Uttmannin, deren Ehemann, ChristophUttmann, zu Ehren, schon seit dem Jahre 1550 einBerggebäude bei Annaberg den Namen Christoph Utt-mann's Lehn trägt, chatte sich vermutlich zum Zeitver-treib mit Spitzen-Sticken beschäftigt, welche Arbeit durchniederländische Flüchtlinge um diese Zeit im Erzgebirgebekannt geworden war, und wurde dann aus den obenbemerkten Gründen bewogen, ihre vielleicht nur zufälliggemachte Erfindung des Klöppelns zum Besten der armenBergmanns-Familien geltend zu machen, in deren Schooßeviele hundert vom Mangel an Lebens-Unterhalt bedrängteFrauen und Mädchen schon längst vergeblich auf ein neuesErwerbsmittel sannen, und sich demnach die neue Erfindungsehr gern und schnell anzueignen suchten.

Obgleich anfangs blos in der nächsten Umgebung, we-nigstens nur im Gebiete von Sachsen, Absatz für die neuenSpitzen zu finden war, so gewann doch schon seit demBeginn des siebenzehnten Jahrhunderts dieser Verkehr be-merkbare Ausdehnung ins Ausland. Wesentliche Dienstehierbei leisteten die zahlreichen Schottländer, welche da-mals in ähnlicher Art, wie jetzt die Tyroler und Jtaliäner,mancherlei Waaren Hausiren zu tragen pflegten, und imgewerbsamen Erzgebirge nicht sowohl deshalb häufig ein-sprachen, weil dieß ihnen einen guten Markt für die mit-gebrachten Artikel darbot, als vielmehr in der Absicht,Blech- und Eisen-Waaren der sächsischen Industrie sicheinzutauschen, wenn sie vorher ihren Handelskram ringsumin Deutschland an den Mann zu bringen vermocht; woihnen dann der Anlaß, auch die so leicht transportabelnSpitzen zum Gegenstande ihres Hausir-Gewerbes zumachen, oft genug entgegen kommen mußte. Auch erschienen