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anfangs das Wort Spitzen, weil besonders ehedem diemeisten geklöppelten Productc gezackt oder ausqezähntwaren; worauf sich auch der französische Ausdruck vorteile«,und der italiänische !0erletti (von merlo die Zinne oderZacke) beziehen. Nächstdem nannte man die Spitzen auchKanten, sobald die untersten Ränder von Kleidungsstückenu. dergl. damit besetzt wurden. Statt der Bezeichnungder Arbeit selbst durch den Ausdruck Klöppeln — derseinen Erklärungsgrund in den dabei üblichen runden höl-zernen Zwirn-Stöcken findet — ward anderwärts, wo manallmählig diese Beschäftigung nachahmte, das Wort knüp-peln und knütten üblich; besonders in Niederdeutschland,wo ohnedies letzterer Ausdruck auch zur Bezeichnung desNetz- und Strumpf-Strickens fast allgemein in Gebrauch ist.
Wenn übrigens auch die Spitzen-Klöppcl-Kunst mit derZeil sich mehr und mehr ausbildete, und nicht nur in derFeinheit und Güte des Stoffes, sondern auch in dergeschmackvollen Auswahl der Muster fast wetteifernddas Streben der Arbeiterinnen sich kund gab, den wechsel-vollen Anforderungen der Mode in jeder Art entgegen zukommen i so war dieß einerseits dem glücklichen Gedankenzuzuschreiben, dieß Alles durch gedruckte Modell-Bücherzu erleichtern, andrerseits aber wirkten in neuerer Zeit diean einigen Orten gestifteten Klöppel-Schulen fast nochnachdrücklicher auf denselben Entzweck hin: und diese letzternInstitute wurden zugleich dadurch sehr wohlthätig, daß sieden oft höchst dürftigen Elementar-Schul-Unterricht derKlöppelmädchen in mehr als einer Art ergänzen halfen.
Gerade auch in unserem sächsischen Vaterlande habenbeide zuletzt erwähnte Umstände sich auf die erfreulichsteArt wirksam erwiesen.