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dem weiblichen Theile der bergmännischen Bevölkerung jenerGegend diese Art von Beschäftigung vorzugsweise beliebtward; und die außerordentliche Genügsamkeit der fast sämmt-lich in Dürftigkeit und Entsagung aufgewachsenen Arbei-terinnen war mit so geringem Lohne zufrieden, daß diegewerblichen Einkäufer der neuen Waare billigere Preisedafür stellen konnten, als irgend ein anderer damals übli-cher Putz Artikel von ähnlicher Art zuließ; was einerseitsder Spitzenwaare in kurzer Zeit sehr zahlreiche Abnehmerverschaffte, andrerseits aber wieder die schnellste Erhöhungder Production erwirkte, und statt Hunderten nach und nachviele tausend Hände zu dieser Arbeit heranrief. Insbeson-dere vermochten die in der Natur der Sache liegenden hohenPreise der mühsam gestickten Brüsseler und PariserSpitzen kaum noch mit der Wohlseilheit des erzgebirgischenErzeugnisses in Wcttkampf zu treten; und es kam deshalbwenigstens bald dahin, daß alle Liebhaberinnen solcher Zier,welche ihr „Nadelgeld" nur nach Groschen oder Thalern,nicht aber nach Duralen oder Louisd'ors zugemessen erhiel-ten, das theure fremde Product dem vaterländischen wohl-seilen gegenüber mit sehr gemäßigten Seufzern im Sticheließen "),
Zur Bezeichnung der neuen Zierde brauchte man gleich
H Vergl. über die Ursprungs-Geschichte des erzgebirgischenSpitzen-Klöppel-Wesens Paul Jenisch: Uistori» »ebis .4»r>ae-i>erjx->e, Dresden 1605. -t., S. 33., C. Melzer'S Beschreibungder Stadt Schneeberg, Schneeb. 1684. 4., S. 471., desselbenHistorie 8cl>»eel>e>!'j>e»sis, Schneeb. 1716. 4., S. 882., Tob.Schmidt's Chronik von Zwickau, Zwickau 1656. 4., Th. II.S. 384., und Chr. Lehmann's histor. Schauplatz des Obererzge-birges, Leipz. 1699. 4., S. 771.