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2 (1842) (1842)
Entstehung
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andere Kirchen nachfolgten. Anfangs, gegen das Ende dessechsten Jahrhunderls, bediente man sich in den Klösternblos ganz kleiner Glocken, um durch das Läuten derselbendie Mönche an das Hora-Singen u. s. w. zu erinnern;weil man dieses Aeichen bequemer fand, als das früherübliche Blasen auf Trompeten u. dergl. Auch hingen diesekleinen Betglocken der Klöster noch nicht auf Thürmen,mit welchen die Klöster und Klosterkirchen oft gar nichtversehen waren, sondern gewöhnlich nur auf den Dächern,unter einem besondern Gestell; was um so eher möglichwar, da man ibnen selten mehr als zwei bis drei CentnerGewicht gab. Erst aUmählig wurden auch die gewöhnlichenKirchen damit versehen; unv darunter zunächst blos die, zuwelchen eine ganz oder größtentheils in ziemlicher Entfernungwohnende Gemeinde gehörte, weil für diese eine weithintönende Einladung zum Gottesdienst doppelt nöthig war.Demnach wurden sehr viele Dorskirchen weit früher damitversorgt, als manche Stadlkirchen; und in letzteren mehr-ten sich die Glocken nur dann, als man bei zunehmendemstädtischem Reichthum Prunk mit Glocken zu treiben be-gann, und die Eitelkeit der Geistlichen besonders für dieHaupt- oder Domkirchcn zu größerer Auszeichnung derselbenauch größere Glocken in Anspruch nahm, als die übrigenKirchen besaßen.

Ursprünglich wurden die Kirchenglocken nur an Sonn-und Festtagen zur Andeutung des öffentlichen Gottesdienstesgebraucht; allein um das Jahr 6t)4 bewirkte eine Anord-nung des Pabstes Sa bin! an, daß man die verschiedenenTages-Betstunden sämmtlich durch besonderes Geläute zubezeichnen begann; und da man in jener Zeit bereits fürjeden Tag sieben verschiedene Betstunden kannte, so ward

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