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2 (1842) (1842)
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Ausgemacht dagegen ist, daß die ersten Kirchenglockenin Italien und namentlich in der Gegend von Eam-panien ihr Daseyn erhalten haben; wobei insbesonderedie jetzt fast wüste liegende Stadt Nola durch überein-stimmende Zeugnisse als das Vaterland dieser Erfindungbezeichnet wird; so daß also jene Sage von dem Verdienstedes Paulinus wenigstens einen localen, wenn auch keinenpersonellen richtigen Stützpunkt hat-

Die Gegend von Eampanien war von jeher sehr reichan Erz oder Kupfer von trefflicher Art. Demnach ver-mochte man in dieser Gegend zuerst die Vergrößerung derbisherigen kleinen Klangschellen ohne bedeutenden Aufwandzu versuchen. Der Versuch mußte um so besser gelingen,da das campanische Erz sich bereits auch als ein kl ung-leich es erwiesen hatte. Unter diesen Umstanden gewanndie neue Erfindung bald Fortgang; man goß die Glockenimmer größer, und vervielfältigte sie anfangs in der Form,später aber auch in der Stimmung, bis sich zu Nolaein feststehender Markt für Glocken gebildet hatte, der Ur-sache warv, daß die Glocken selbst den Namen Xolae be-kamen, in wiesern man sie nicht nach der Ptvvinz über-haupt Lampann» nannte').

Die wirkliche Einführung der Kirchenglocken erfolgteauf die Art, daß zuerst in den Klöstern dergleichen ange-bracht wurden, bis später wirkliche Thurmglocken auch für

*) Wie einige Schriftsteller des Mittelalters, z. B. Durand!in kütionnl. <Ii,i». »Mcior I, 4. melden, sollen ursprünglich mitdem Ausdruck klamganne nur die wirklichen Thurmglocken bezeichnetworden sehn, während man die kleineren Laut-Glocken in denKlöstern u. f. w, diol«, nannte.