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2 (1842) (1842)
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Selbst noch in den ersten Jahrhunderten nach derpolitischen Emancipation des Christenthums durch Eonstan-tin bleiben die Kirchenglocken unerwähnt. Vielmehr findenwir bemerkt, daß die christlichen Mönche in Aegypten wäh-rend des siebenten Jahrhunderts nur durch Trompeten-Blasen nach jüdischer Weise den Beginn des Gottesdienstesbemerkbar machten; während in andern Klöstern das Zeichenhierzu blos durch Schläge mit einem Hammer auf ein freiaufgestelltes Bret ertheilt ward: ein Gebrauch, den manin einigen katholischen Ländern noch lange Zeit in sofernbeibehalten hat, als man sich selbst nach Einführung derKirchcnglockcn wenigstens während der Charwoche deS weit-hin schallenden Läutenö mit denselben enthielt, und diefeierliche Stille dieser Zeit nur durch die althergebrachtenHammerschläge zu unterbrechen erlaubte.

Wo und wann nun aber zuerst wirkliche große Kirchcn-glocken gegossen, und in Thätigktit gesetzt worden, ist nochjetzt ziemlich ungewiß.

Zwar erzählt man gewöhnlich, der aus Bordeaux ge-bürtige Bischof AniciuS Paulinus zu Nola in Cam-panien sey zuerst auf diesen Gedanken gekommen: alleindie historische Richtigkeit dieser Behauptung ist sehr zwei-felhaft.

Eine Kirche hat Paulinus allerdings zu Nola erbaut;allein da er in seiner eigenen, noch vorhandenen, ganzspeciellen Beschreibung derselben-der Glocken durchaus nichterwähnt, und eben so wenig Hieronymus oder ein andererihm gleichzeitiger Kirchenschriftstcllcr dieses Verdienstes desPaulinus gedenkt, so haben wir alle Ursache, jene Angabefür grundlos zu halten.

Gesch. d. Erfind. 2. Bd. !7