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So oft der Wind stark wchete, schlug die ganz nahe stehendePeitsche an das Becken, so daß es schien, als führe derKnabe selbst den Schlag, und gebe durch den hervorge-rufenen Klang ein gchcimnißvolles Zeichen.
Eben so soll Kaiser August auf dem Gipfel des Jupiter-Tempels zu Rom klingende Schellen haben anbringenlassen; und bei der Stadt Elusium befand sich ehemals,wie man sagt, ein Monument mit spitzigen Pyramiden,welche oben eine eherne Scheibe, gleich einem Hute trugen,an dessen Rande tönende Schellen bei starkem Windzugein Gelaute bewirkten- alles Einrichtungen, wie wir sienoch jetzt auf den Thürmen der Chinesen finden, gleichwohlaber augenscheinlich keine wirklichen Kirchenglocken.
In der That sind letztere selbst nach dem Entstehender christlichen Kirchen nicht sofort in Gebrauch gekom-men. Denn die ersten christlichen Gemeinden richteten sichursprünglich noch nach den jüdischen Sitten, und tratenalso auch zu Jerusalem in der Art zusammen, daß ihnender Sabbathsrus zum jüdischen Tempel, welcher bekanntlichdurch Blasen auf einem Horn ertheilt ward, auch ihrerseitszur Richtschnur diente. Ueberhaupt lebten die Christen-Gemeinden in der ersten Zeit ihrer Begründung so sehr inBedrängnis, daß es höchst unklug gewesen seyn würde,wenn sie den Anfang ihrer verpönten Zusammenkünfte durchschallendes Klopsen oder Geläute hätten andeuten wollen.Wir wissen auch, daß sie ebendeshalb gerade umgekehrt nurdurch geheime Zeichen sich Andeutungen darüber gaben,wann sie an verborgenen Orten, in Höhlen, Waldgegen-den u. s. w. ihre religiösen Gebrauche in Gemeinschaft ab-halten wollten.