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2 (1842) (1842)
Entstehung
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Durch die letzkern Worte wird schon angedeutet, daßder Gebrauch der Kirchcnglocken erst nach Entstehung derchristlichen Kirche Platz ergriff; und wirklich spricht auchdas Zeugniß der Geschichte mit Bestimmtheit für dieseMeinung. Denn obwohl einige Schriftsteller mit Bezugauf die Angaben der Talmudisten und unter besonderer Aus-legung von ein paar Stellen des alten Testaments theilsdas jüdische Instrument äligreplm für eine Art von Glocken-spiel erklart, theils der Borhalle des salomonischen Tempelseinen Glocken-Ruf für die Tempel-Diener zugeschrieben ha-ben, so ist doch einerseits die Beschaffenheit der jüdischenUigrepim eben so ungewiß, wie die Eigenthümlichkeitder oben Bd. I, S. 83 bereits von uns erwähnten gleich-falls jüdischen Ton-Instrumente Vlascroleitiia und U.agrepli!»;andrerseits aber kann in dem salomonischen Tempel höch-stens ein Glockenzug von geringer Bedeutung aufgestelltgewesen seyn, wenn es nicht vielmehr blos hohle eherneSäulen waren, die beim Daranschlagen einen hellen Klangvon sich gaben ^).

Sonach war in der v or-christlichen Zeit höchstens vonKlingwerken an den Tempeln die Rede; denn auch das,was wir von Nachahmungen des jüdischen Gebrauchs durchandere vor-christliche Völker lesen, deutet nur auf eine Ein-richtung dieser Art, nicht aber auf wirkliche Glocken hin.So wird z. B. erzählt, daß vor dem Tempel des Jupiterzu Do bona eine Säule von Erz mit dem Bilde einesKnaben stand, der eine eherne Knoten-Peitsche in der Handführte, während neben derselben eine andere Säule vonErz befindlich war, die oben ein ehernes Becken enthielt.

H Bergl. I. Kön. 7, 15. IS. u. 4. Bch. Mos. 21, 27.