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ist aus dem früher Gesagten von selbst erklärlich, und dieAbteien zu St. Denis, zu Braine le Eomte bei Soissons,und zu Ely waren namentlich damit geschmückt. Wennwir indessen nur auf noch jetzt erhaltene Denkmälerdieser Art Rücksicht nehmen wollen, so leidet es keinenZweifel, daß England und Deutschland reicher hieran sind,als Frankreich. Nur freilich sind sehr viele schöne Kunst-werke solcher Gattung nicht allgemein bekannt. Dieß giltim Bezug auf Deutschland namentlich von den zahlreicheninteressanten Glasmalereien in den österreichischenKirchen und Klöstern. Selbst im Königreiche Sachsenist manches treffliche Product dieser Art bisher fast unbe-achtet geblieben. Die Domkirchen zu Freibcrg und zuZwickau, so wie einige alte Kirchen in der Lausitz ver-dienen in dieser Rücksicht ganz besonders aufgeführt zuwerden.
Je mehr die Kirchen und Klöster bei der Glasmalereiinteressirt waren, desto weniger darf man sich wundern,daß bis zum vierzehnten Jahrhunderte diese Kunst fast aus-schließlich in den Klöstern selbst geübt ward. Erst nachhertraten weltliche Künstler damit auf; unter denen im sechs-zehnten Jahrhunderte die Franzosen Johann Eon sin,Gontier, Limard und Madrain, und der HollanderLucas van Leyden besondern Ruhm erwarben. Indessenblieben noch immer viele Klostcrleute mit großem Erfolgin diesem Kunstzweige thatigi wie man unter andern dar-aus sehen kann, daß im Jahre 1508, als Pabst Julius ll.die Kirchen zu Rom mitGlasmalereicn zu schmücken wünschte,und deshalb die größten Künstler in diesem Fache zu sichberief, die zum Dominikaner-Orden gehörigen, aus Urbinogebürtigen, damals aber in Frankreich lebenden, beiden